Innenansicht einer Funkmaus

Funkmaus Marke WinTech, 2.4Ghz.

 

 

 


Die Schrauben zum Öffnen verstecken sich unter den Gleitpuffern

 


Optik mit Linse und Umlenkprisma (oben) sowie optischer Chip (unten)

 

 


Der optische Chip aus der Nähe. Es handelt sich laut Aufschrift um den A5030 von Avago Technologies.
Er ist im Prinzip eine kleine Kamera mit wenigen Pixeln in X- und Y-Richtung in Verbindung mit einem Signalprozessor und kann so Muster etc. auf der Unterlage identifizieren und damit Bewegung berechnen.

Ein Beispiel für einen optischen Chip ist der A5050 von Avago Technologies. Dieser Chip analysiert Bilder, die er mit seiner Kamera-Funktion aufnimmt auf Bewegungen und gibt diese als X- und Y-Werte an einem seriellen SPI-Ausgang aus. Das aufgenommene „Bild“ hat beim A5050 eine Größe von 19×19 Pixeln. Im Datenblatt des A5050 sind Details sowie ein Schaltbild zum Anschluss des Sensors an eine Mikrocontroller zu finden.


Sensorausgang des optischen Chips

 


Mausradgeber aus der Nähe

 

 

Im folgenden kurz der Vergleich von Funkmäusen zweiter unterschiedlicher Hersteller.


Rechts die gerade zerlegte WinTech Maus, links ein anderes Modell. Sehr ähnlich: der optische Chip, Mausradgeber. Das Modell links besitzt nur einen weiteren Baustein, während das gerade zerlegte Modell einen größeren und zwei kleinere Chips  besitzt.

 


Unterseiten

Funk-Empfänger


Der Empfänger, fast komplett im USB-Stecker untergebracht. Im schwarzen Plastikteil ist im wesentlichen nur die Antenne zu finden.

 

 

 


Rechts der NRF24L01, ein Single Chip Transceiver für 2.4GHz und Datenübertragungsraten bis 2MBit/s. Dieser Chip wird über das SPI-Interface angesteuert.
Der Chip links ist unbekannt, müsste aber die Maus-Funktion und die Übersetzung auf USB durchführen.

 


Unterseite des Empfängers. Ein SMD-Quarz ist beim Öffnen abgebrochen und fehlt in diesem Bild.

 


Der abgebrochene SMD-Quarz, 16Mhz.

Qumetrak 842 – 8 Zoll Floppy Laufwerk, 1982

Als Student arbeitete ich in einem Forschungsinstitut. Dort lief Ende der 80iger  Jahre noch die eine oder andere VAX (an einer VAX 750 habe ich noch gearbeitet). Eines Tages wurden diverse Altgeräte entsorgt und standen ein paar Stunden auf dem Flur herum. Leider hatte ich da keinen Lastwagen 🙂
Immerhin habe ich mir eines der 8 Zoll Laufwerk mitgenommen, die an den VAXen hingen und stelle dieses Laufwerk hier vor.

Das Laufwerk ist ein QumeTrak 842. Es wiegt etwa 6 Kilogramm und hat die Abmessungen 370mm (Tief) x 217mm (Breit) x 117mm (Hoch). Das Laufwerk ist zum damaligen Quasi-Strandard Shugart SA850 kompatibel. (Hintergrundartikel zu Floppies bei Wikipedia)

Eine 8 Zoll Floppy fasst immerhin 1,2MBytes bei Double Density und Double Sided Nutzung. Die Floppy wurde bei einer Geschwindigkeit von 360 U/min eingesetzt und erlaubte Transfer-Raten von 500KBit/s.

Das Laufwerk verbraucht im Betrieb laut Handbuch maximal 55 Watt (kein Witz!).


Ansicht von vorn. Einschublade geschlossen.

 

 

 


Ansicht von vorn. Einschublade geöffnet.

 


Eine 8 Zoll Floppy.

 


Eine Schachtel, in die 10 8 Zoll Floppies passten.

 


Ein paar 8 Zoll Floppies habe ich auch retten können…

 


Maxell FD2 XD M 1200.
Soft-Sectored
With W.P. Notch
Double Sided
Double Density.

 


So wird die Floppy in die Lade geschoben…

 


hier ist die Floppy eingeschoben ….

 


… und die Lade verschlossen.

Typenschild.

 


Ansicht von oben.

 


Die Steuerplatine. Komplett mit 74xx-ICs aufgebaut.

 


Der Schrittmotor für die Kopfpositionierung. Ein Riesenteil, aber der Motor für die Rotation der Floppy ist noch viel größer (siehe weiter unten)…

 


Elektromagnet, der den Auswurf der Floppy/Öffnen der Lade steuert

 


Der Lese/Schreibkopf ist hier in der Bildmitte zu erspähen

 


Unterseite mit eingeschobener Floppy.

 


Blick auf eine Lichtschranke (hier wird der Schreibschutz der Floppy gelesen. Desweiteren ist in der Floppy ein Loch, mit dem das Laufwerk eine komplette Drehung erkennen kann).

 


Blick auf Lese/Schreibkopf (Unterseite)

 


Positionierungdes Lese/Schreibkopfs

 


Der Motor, der die Umdrehung der Floppy steuert. Dies ist kein Schrittmotor.

 


Detail der Kopfpositionierung. Das handschriftlich notierte Datum
ist 27. April 1982 („4/27/82“)

 


Nochmal die Lichtschranken…

 


Hier ganz nah die Leuchtdioden (oder waren das damals noch Glühlampen?) Anschlüsse

Das Qumetrak 842 besitzt zur Verbindung mit der Außenwelt drei Anschlüsse:

  • DC Connector
  • AC Connector
  • Signal/Daten-Anschluss

Die Signal/Daten-Anschlüsse des Qumetrak sind TTL-kompatibel und Active-Low.


Anschlussbuchse1 von 3
Dies ist der „DC Connector“ und dient der Versorgung des Geräts mit
+5V/+24V. Er besitzt 6 Pole (0V/+24V/0V/+5V/2xungenutzt).

Die +5V werden laut Handbuch mit maximal 1,3A belastet. Die +24 V werden mit max. 1A belastet.


Anschlussbuchse2 von 3
Dies ist der „AC Connector“ P0/J0 und dient der Versorgung des AC Motors
mit Netzspannung (230V). Der Connector hat 3 Pins (AC, Gerätemasse, AC).

Die 200/230V werden mit maximal 0,4A belastet.


Anschlussbuchse3 von 3
Dies ist Connector J1 im Handbuch.

Der Datenanschluss Connector J1 besitzt 50 Kontakte, die auf der Controller-Platine beidseitig aus je 25 Kontakten gebildet werden.


Anschlussbuchse 3 von 3, Blick von Oberseite

 


Diese Buchse aus meinem Fundus passt genau auf den Anschluss 3 …

 

Jumperleisten

Auf der Controller-Platine finden sich diverse Jumperleisten um das Laufwerk in unterschiedliche Rechnerumgebungen integrieren zu können.

Diese Jumperleiste … (muss ich noch rauskriegen)

TP Testpunkt (?)
+17
+12
+6
5
4
3
2A
2B
1A
1B
GND

Der „Programmable Shunt“ (Bildmitte).

Der Shunt besteht aus 8 Drahtbrücken, die einfach unterbrochen werden können (eine der Brücken, wohl die ganz rechts, ist ungenutzt). Wie man sieht, sind drei der Brücken unterbrochen worden.

A Radial HEAD LOAD
B Radial HEAD LOAD
X Radial HEAD LOAD
R READY alternate output pad
I INDEX alternate output pad
Z IN USE from DRIVE SELECT
HL Stepper power from HEAD LOAD

Auch diese Jumperleiste gehört zu den „Optional I/O“ Einstellungen.

Diese Jumperleiste … (muss ich noch rauskriegen)

T40
HA
GND
Y IN USE from HEAD LOAD(?)
DL
DS Stepper power from DRIVE SELECT(?)
GND

Die „Drive Select“ Jumperleiste.

Mittels der Drive Select Jumperleiste kann die Verwendung mehrerer Laufwerke an einem Computer gesteuert werden. Bis zu 8 Laufwerke können in zwei  „Daisy Chains“ a 4 Laufwerke verwendet werden. Dazu existieren 4 Drive Select Pins DS1-DS4, (aber nur) aus drei dieser Pins kann die Laufwerksnummer gebildet werden. Im Bild hat das Laufwerk die Drive Nummer 1  (es gab also vermutlich noch mindestens ein weiteres Laufwerk, das Laufwerk 0  an der Maschine).

DS1 Drive Select 1
DS2 Drive Select 2
DS3 Drive Select 3
DS4 Drive Select 4

Die „Optional I/O“ Jumperleiste.

Diese Jumperleiste … (muss ich noch rauskriegen)

2S Alternate Output DISK 2 SENSE (?)
DC Alternate Output DISK CHANGE (?)
D Alternate Input IN USE(?)
C Alternate Input HEAD LOAD(?)