OpenSuse 11.3 auf Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad Core CPU Q6600

Im folgenden ist die Installation von OpenSuse 11.3 auf der hier genauer beschriebenen Hardware beschrieben. Da ich die Installation für 11.2 und 10.2 ausführlich beschrieben habe, hier nur kurze Ergänzungen.W

Installation

Die Installation erfolgte auf der hier erwähnten Hardware. Die HW-Konstellation des Rechners sieht wie folgt aus:

  • Onboard Audio (Intel HDA). Audiochip ist ein Realtek ALC889A.
  • Onboard LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig)
  • Dazu:
    • PCIExpess Grafikkarte MSI N520GT nVidia (GeForce GT520 GPU) an 2 x 1600×1200 TFT Monitoren.
    • älterer SCSI-Controller (PCI)
    • eine interne IDE-pLatte (300GB) fürs System, zwei interne eSATA-Platten (500GB /home und 1TB für Daten). Eine 1TB-Platte externe eSATA für Backups

Die Installation der Pakete erfolgte in ca. 30 Minuten. Eine Standard-Installation läuft sauber und ohne Ereignisse durch; Danach erfolgt ein Reboot. Als nächstes erfolgte die Hinzunahme der Community-Repositories (Packman und NVidia). Danach Installation vieler zusätzlichen Pakete:

  • evince und xpdf
  • thunderbird
  • mplayer
  • ffmpeg
  • avidemux2_gtk
  • grip
  • cdparanoia
  • lame
  • inkscape
  • mirror
  • audacity
  • timidity
  • xmms2 mit normalize-Plugin
  • audacious
  • mpg123
  • hugin
  • kompozer
  • zip
  • p7zip
  • subversion
  • ksdesvn
  • gcc und g++
  • make
  • avrdude
  • avrlibc (muß per Hand nachinstalliert werden, z.B. Version 1.6.7)
  • gcc-avr
  • termcap(für Nutzung der RS232 Schnittstellen durch kermit)
  • minicom (Alternative zu kermit ohne das /var/lock-Problem)
  • kermit (leider nicht mehr via YaST möglich, RPM von hier: http://fr2.rpmfind.net//linux/RPM/opensuse/11.1/x86_64/ckermit-8.0.211-95.58.x86_64.html)
  • libopenssl0_9_8: wird in 11.3 von kermit gebraucht
  • libvdpau (HD Video Ausgabe für NVidia)
  • libdvdcss
  • update-alternatives (für Java Wechsel zwischen OpenJDK und Sun Version)
  • Sun Java JRE und JDK
  • Microsoft Font RPM
  • Virtualbox
  • Maven
  • libpng12, pangomm
  • subversion-server
  • x11-video-nvidiaG02 für die Grafik-Karte

Zusammenfassung: Erfahrungen mit OpenSuse 11.3

Die Installation ist genauso simpel wie die von 11.2. Als Power User brauche ich halt einige zusätzliche Dinge, das ist OpenSuse nicht anzukreiden.

Schade ist, dass einige Dinge (xmms, kermit, avrlibc) nicht mehr einfach als RPM bei OpenSuse vorliegen sondern woanders beschafft oder gar kompiliert werden müssen.

OpenSuse 11.2 auf Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad CoreCPU Q6600

Im folgenden ist die Installation von OpenSuse 11.2 auf der hier genauer beschriebenen Hardware beschrieben.

Beschaffung der Software

Die Installation kann als DVD vom OpenSuse Server heruntergeladen werden. Neben der Live-Variante ist meiner Meinung nach die DVD das interessanteste Medium, da praktisch alles relevante da schon drauf ist. Mittels Vuze/Azureus und einer 6MBit-Verbindung ist die DVD in ein paar Stunden da.

Installation

Die Installation erfolgte auf der erwähnten Hardware. Die HW-Konstellation des Rechners sieht wie folgt aus:

  • Onboard Audio (Intel HDA). Audiochip ist ein Realtek ALC889A.
  • Onboard LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig)
  • Dazu:
    • PCIExpess Grafikkarte nVidia FX7300GT von MSI mit 2 x 1600×1200 TFT Monitoren.
    • Eine zweite 1GBit-LAN-Karte (PCI)
    • SCSI-Controller (PCI)
    • Drei interne eSATA-Platten (1x75GB für System, 500GB /home und 1TB für Daten)

Die Installation der Pakete erfolgte in ca. 30 Minuten. Eine Standard-Installation läuft sauber und ohne Ereignisse durch; Danach erfolgt ein Reboot. Als nächstes erfolgte die Hinzunahme der Community-Repositories (Packman und NVidia). Danach Installation vieler zusätzlichen Pakete:

Bis hier wird das Bild nur auf einem Monitor vernünftig ausgegeben, auf dem anderen (analoger Ausgang) erscheinen nur seltsame Sachen. Für Multimonitorbetrieb braucht man noch den passenden Treiber, den gibts im NVidia-Repositiory. Diesen passend zum installierten Kernel auswählen und auch das Tool „nvdock“ installieren. Nach der Installation des Treibers neu booten, so daß der Treiber vom Kernel geladen werden kann. Mittels „nvdock“ (das als root gestartet werde muß, da es /etc/X11/xorg.conf neu schreibt) die beiden Monitore aktivieren und die Änderungen speichern. Danach nvdock nicht mehr als root laufen lassen, sondern mit normalen Nutzerrechten (man brauchts aber nur für Konfigurationsänderungen an den X Displays). Danach Reboot (oder X neu starten). Nachdem der Rechner nun am Netz hing, habe ich zunächst eine komplette Online-Aktualisierung gemacht, die völlig unproblematisch verlaufen ist.

Die Druckereinrichtung (für den Netzwerkdrucker HP LaserJet 2200) geht via Verbindungsassistent-Dialog. Der Drucker hat eine Duplexeinheit und >20 MByte Speicher, was man im Einrichtungsdialog vermerken kann.

Ich habe erstmalig die Default-Netzwerkeinstellungen von OpenSuse so gelassen (also auf DHCP). Mein Router vergibt für eine MAC die er kennt ohnehin immer dieselbe IP-Adresse, eine Fixierung im Rechner brauchts da nicht.

Als Fensteroberfläche wird KDE 4.3.1 installiert. Der Kernel ist ein 2.6.31.

OpenSuse 11.2 auf Gigabyte GA-G33-DS3R
Screenshot meines 3200×1200 großen Desktops während der Installation

Diverse Kleinigkeiten in Ordnung bringen

amarok rennt durch die Playlisten und gibt keinen Ton von sich: Hier schlägt das Problem der reinen OSS-Version von OpenSuse durch. Man braucht einen nicht kastrierten amarok und alle erforderlichen Codecs. Wie man ganz einfach daran kommt, so dass die ganzen seltsamen Probleme gar nicht erst auftreten, ist hier beschrieben: http://opensuse-community.org/Restricted_Formats Direkt nach der Re-Installation von amarok und diverser Codecs funktioniert amarok so wie er soll. Und endlich geht auch die Verbindung zu lastfm wieder, die ja in der 2.0.* Version von amarok leider nicht ging…

k3b findet CSD / DVD Brenner nicht: Dies ist ein Rechteproblem. Checke wie das CD/DVD-Laufwerk heisst:

dennis@socraggio:~> dmesg|grep -i sr0
[25.443921] sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer cd/rw xa/form2 cdda tray[   25.444040] sr 8:0:0:0: Attached scsi CD-ROM sr0

Aha, es ist /dev/sr0. Wie stehts da mit den Rechten?

dennis@socraggio:~> ll /dev/sr0
brw-rw----+ 1 root cdrom 11, 0 28. Jan 16:14 /dev/sr0

Der k3b-Nutzer muß also in der Gruppe „cdrom“ sein. Dies erledigen mittels YaST > Sicherheit und Benutzer und dort für den Nutzer die Gruppe mit anhaken. Dann entweder aus- und einloggen oder in der shell mittels „newgrp“ explizit die neue Gruppe setzen. Von der Shell aus kann dann k3b erfolgreich gestartet werden.

dennis@socraggio:~> newgrp cdrom
dennis@socraggio:~> k3b

Einige Dienste möchte ich beim Booten mitgestartet haben, dies kann man mit Yast -> Runlevel Editor einstellen:

  • nfs server und client
  • apache2
  • svnserve
  • smb

Aus Faulheit kopiere ich mir auch den individuellen Teil meiner alten /etc/hosts wegen Host-Namen etc. in die neue Installation.

Apache2 „wie vorher“ in Betrieb nehmen: Zunächst das httpd-Modul in Yast installieren (system-config-httpd) und das Apache Subversion-Modul (subversion-server), mittels Yast. Ich kopiere dann die vorhandenen Apache2-Konfigdateien, vor allem die ganzen vhosts-Definitionen, an dieselbe Stelle im neuen Dateibaum (/etc/apache2).

Außerdem /etc/sysconfig/apache2 erweitern: In Textzeile mit APACHE_MODULES noch DAV und Subversion Module mit aufnehmen:

APACHE_MODULES="actions alias auth_basic authn_file authz_host authz_groupfile authz_default authz_user autoindex cgi dir env expires include log_config mime negotiation setenvif ssl userdir php5 mod_dav mod_dav_svn"

Nach einem Apache-Restart sind die virtuellen Webserver alle wieder vorhanden.

Für meine Backups, die ich per rsync auf eine externe eSATA-Platte mache, muß noch der Mount-Point /backup1 eingerichtet werden. Ein Test des Backups ist danach erfolgreich.

Anzeige von Nutzer-Icons beim KDE Login-Screen: Hier muss die Konfiguration des KDMs verändert werden,

Die Benutzer-Icons des KDM Logins sind weg und werden wie folgt wiederhergestellt:
Alle Nutzericons liegen im Nutzerverzeichnis unter dem Namen $HOME/.face.icon im PNG-Format mit den Abmessungen von ca. 62×62 Pixeln. In /opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc (KDE3) bzw. /usr/share/kde4/config/kdm/kdmrc (KDE4) muss die Zeile „FaceSource=“ angepasst werden wie folgt:

# „PreferUser“ – … and the other way round
# „UserOnly“ – from the user’s $HOME/.face[.icon]
# Default is AdminOnly
FaceSource=PreferUser

Danach tuts.

Für Scanner-Konfiguration komplettes altes sane.d Verzeichnis nach /etc kopieren.

NTP Client konfigurieren: Dieses Thema verwirrt mich bei Installationen von OpenSuse immer wieder aufs neue. Die Yast-Dialoge reden dauernd von „Server einrichten“ wenn es darum geht, den Client zu konfigurieren. YaST > NTP-Einrichtung > Hinzufügen > Server , im folgenden Dialog „Auswählen“ wählen und einen öffentlichen Server (den Default) auswählen. Danach ist der NTP-Client konfiguriert, ein Neustart des NTP-Services setzt dann die korrekte Zeit.

NFS Server inklusive YaST Modul muß nachinstalliert werden. Alte /etc/exports wiederverwenden.

avrdude darf nicht auf die serielle Schnittstelle schreiben: Ein Rechteproblem, ich bin nicht in der richtigen Gruppe. Welche Gruppe gehört die serielle Schnittstelle?

 socraggio:/home/gast # ll /dev/ttyS1
 crw-rw---- 1 root dialout 4, 65 28. Jan 16:14 /dev/ttyS1

Der Nutzer muss also in der Gruppe „dialout“ sein. Dies erledigen mittels YaST > Sicherheit und Benutzer und dort für den Nutzer die Gruppe mit anhaken. Dann entweder aus- und einloggen oder in der shell mittels „newgrp“ explizit die neue Gruppe setzen.

Zusammenfassung: Erfahrungen mit OpenSuse 11.2

Die Installation ist bisher die einfachste aller OpenSuse Installationen gewesen. Meinen Desktop-Rechner nutze ich schon als Power-User mit vielen Anforderungen, daher sind diverse Nacharbeiten notwendig. Ich habe OpenSuse 11.2 auch auf einem Acer-Notebook installiert, da war fast nichts nachzuarbeiten.

OpenSuse 10.2 auf  Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad Core CPU Q6600

Hardware

Nach drei Jahren Leben mit einem laut rauschenden Prescott mit 3Ghz, der unter Last (als Komplett-PC) 220 Watt verbraucht hat, beschloss ich, im August 2007 die Hardware zu erneuern. Als CPU wählte ich den Einstiegs-Quad Core Q6600 mit 4×2,4 Ghz.

Core 2 Quad Q6600

Quad Core CPU von oben und von unten gesehen

 

Das Motherboard ist ein ziemlich neues Gigabyte GA-G33-DS3R, welches einen FSB von bis zu 1333Mhz unterstützt. Der G33 Express Chipset (Northbridge) ist in etwa ein P35 Chipset mit integrierter Graphik-Funktionalität die Intel GMA 3100 nennt. Der Chip ist Aero-fähig, für tolle 3D-Spiele aber nicht zu gebrauchen und soll 14 Watt verbrauchen. Da ich nicht spiele, für mich kein Problem. Ins Board passen bis zu 8GB, ich baue 2GB ein. Das Board besitzt eine ICH9R Southbridge, 8 RAID-fähige SATA2-Anschlüsse, 4 PCIe-Ports (davon einer 16x), 3 PCI-Ports. Audiochip ist ein Realtek ALC889A. LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig).

Dem Board fehlt ein serieller Anschluss (ein serieller Header ist vorhanden).

Das Gigabyte Motherboard. Links unten die Sata-Anschlüsse und der IDE-Anschluss.

Ich installiere zunächst RAM und CPU. Nach Installation des Motherboards im Gehäuse setze ich den Kühler auf die CPU. Wegen des hohen Einpressdrucks biegt sich das Board dabei ziemlich, ich hätte den Kühler entgegen der Anweisung des Handbuchs besser vor Einbau des Boards im Gehäuse aufgesetzt. Das Motherboard macht ansonsten einen guten und stabilen Eindruck. Ich installiere noch ein zugekauftes Slotblech für den seriellen Anschluss. Das mitgelieferte Slotblech zum Anschluss zweier externer SATA-Platten lasse ich erstmal weg.

Quad Core Kühler

Q6600 in Fassung
Der CPU-Kühler und die im Board eingesetzte CPU

Als Platten kommen zwei SATA-Platten (80 und 500GB) ins Gehäuse. Ein NEC DVD-Brenner kommt hinzu. Floppy-Laufwerk lasse ich erstmals ganz weg.

Installation

Ich entscheide mich aus einem Bauchgefühl heraus dazu, die 32Bit-Version von Linux zu installieren. Auf der Website wird allerdings die 64Bit-Version empfohlen. Schon am Anfang der Installation wird nach Laden des Kernels das DVD-Laufwerk nicht mehr gefunden. Der Rechner wechselt in den Textmodus, man befindet sich im Programm linuxrc. Suche im Internet zeigt, dass das Problem bei neueren Motherboards auftritt. Das DVD-Laufwerk ist via IDE angeschlossen. Die Southbridge ICH9R besitzt keinen eigenen IDE-Support mehr. Diese Funktion wird dann von einem weiteren Chip, bei mir der Jmicron 368(xxx), erledigt. Davon weiß der IDE-Treiber jedoch nichts, daher ist plötzlich das DVD-Laufwerk weg. Ich habe das Problem lösen können, indem ich in linuxrc den Bereich Module laden -> IDE selektiert habe. Dort habe ich das Modul pata_jmicron geladen, als extra Kernel-Parameter module=ide-generic angegeben und die Installation fortgesetzt. Die DVD wurde nun erkannt. Die im Gerät eingebaute Graphikkarte wird leider nicht in voller Schönheit erkannt. Linux wählt einen VESA-konformen Framebuffer für den X Server in der Auflösung von 1280×1024. VESA ist sehr langsam und bei meiner TFT-Auflösung von 1600×1200 auch hässlich. Suche im Internet zeigt, dass der neue G33-Chip erst nach Kernel 2.6.20 ordentlich oder überhaupt erkannt wird, OpenSuse 10.2 hat aber nur 2.6.18. Ich laufe nochmal zum Computerhändler und kaufe eine Nvidia 7300GT von MSI. Mit dieser Karte gibt es erwartungsgemäß keine Probleme, sie wird sauber erkannt und eingebunden.

NVidia FX7300GT von MSI
Die Grafikkarte nVidia FX7300GT von MSI, passiv gekühlt.

 

Leider wird auch der interne Soundchip nicht erkannt. Das Board ist vom Frühjahr 2007, also doch etwas zu neu für OpenSuse 10.2, das, wenn ich mich recht erinnere von Ende 2006 ist.

Auch ein vollständiger Online-Update bringt nichts. Ich habe von einem anderen Rechner noch meine Soundblaster Live! 24Bit übrig, die ich ins Gerät stecke, auch hier gibt es dann keine Probleme mehr. Allerdings müssen alle Nutzer in die Gruppe audio aufgenommen werden, sonst können sie auf die Geräte in /dev nicht zugreifen (sie gehören User root, Gruppe audio und Lese/Schreibrechte sind nur für die Gruppe, nicht für die Welt definiert). Bei xmms funktioniert der Lautstärkeregler nicht.

Soundblaster Live 24 Bit
Die Soundkarte Soundbaster Live! 24Bit

Nach der Installation fehlen die üblichen Programme, die ich nachinstalliere.
Dies sind:

  • xmms mit mpg123 und mpg321 Codecs
  • mplayer – Videoplayer und Encoder
  • avidemux2 – Videoschnittprogramm
  • inkscape – Vektorbasiertes Zeichenprogramm
  • mirror – Skripte fürs mirroring von Dateien
  • lame – mp3 Encoder
  • kompozer – Web Editor
  • timidity – Midi Sequenzer
  • audacity – Audioeditor
  • vmware Server – Virtualisierungslösung
  • googleearth
  • gtk-gnutella – Download Programm
  • Azureus
  • ffmpeg

Open Office und Gimp sind defaultmäßig schon installiert. Desweiteren entferne ich die üblichen Pakete, die ich nicht haben will, von der Maschine:

  • Mono und alles was davon anhängt
  • beagle und Konsorten
  • Zenworks

Bis auf gtk-gnutella, vmware und googleearth kann alles per Yast bequem installiert werden. gtk-gnutella muss von den Sourcen compiliert werden, hier kann man mittels make -j 4 schon mal sehen, wie die 4 Kerne in der CPU rennen. Meine vorhandene Version des VMWare Servers lief nicht mehr, ein Update auf die neueste Version brachte dann aber den Erfolg.

Kpowersave zeigt den momentanen Zustand der CPU (Frequenzen) an.


4 CPUs bei stromsparenden 1,6Ghz

Ein Performancetest mit Videoencoding zeigt, dass der Rechner locker 2,5mal schneller ist als mein alter Prescott. Mir fällt dabei aber trotzdem unangenehm auf,  dass das Encoding alle 5-8 Sekunden kurz stehen bleibt für 1-2 Sekunden. Ein Test mit hdparm /dev/hda und /dev/hdc bringt es an den Tag: Der DMA-Modus ist bei den Platten nicht eingeschaltet, es könnte also noch deutlich schneller gehen! Und der DMA-Modus lässt sich auch nicht einschalten, beim Versuch gibt es Fehlermeldungen:

socraggio:/home/dennis # hdparm -c1d1 /dev/hda /dev/hda: setting 32-bit IO_support flag to 1 setting using_dma to 1 (on) HDIO_SET_DMA failed: Operation not permitted IO_support   =  1 (32-bit) using_dma    =  0 (off)

Effekt ist, dass die Platten, die sonst über 50 MB/s bzw. über 80MB/s bringen, jetzt bei 0,5-8 MB/s herumdümpeln.

socraggio:/home/dennis # hdparm -tT /dev/hda
/dev/hda: 
Timing cached reads:   8234 MB in  2.00 seconds = 4121.45 MB/sec 
Timing buffered disk reads:    2 MB in  3.83 seconds = 535.35 kB/sec 

socraggio:/home/dennis # hdparm -tT /dev/hdc 
/dev/hdc:  
Timing cached reads:   7614 MB in  2.00 seconds = 3810.42 MB/sec  
Timing buffered disk reads:   24 MB in  3.20 seconds =   7.50 MB/sec

Da ist die CPU flotter mit dem Komprimieren als die Platten mit dem Wegschreiben, daher die Pausen während der Kompression. Herumgooglen bringt einiges zu Tage, aber nichts brauchbares. Tiefgehende Experimente mit IDE-Treibern etc. kann ich mir zeitmässig dann doch nicht leisten.
Da der Kernel ab 2.6.20 aber angeblich mit den neuen Chipsätzen von Intel umgehen kann und OpenSuse 10.3 mindestens einen 2.6.22-Kernel haben wird, werde ich mit den lahmen Platten bis zum Oktober leben, dann kommt OpenSuse 10.3 heraus.

Die Benutzer-Icons des KDM Logins sind weg und werden wie folgt wiederhergestellt:
Alle Nutzericons liegen im Nutzerverzeichnis unter dem Namen $HOME/.face.icon im PNG-Format mit den Abmessungen von ca. 62×62 Pixeln. In /opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc muss die Zeile „FaceSource=“ angepasst werden wie folgt:
# „PreferUser“ – … and the other way round
# „UserOnly“ – from the user’s $HOME/.face[.icon]
# Default is AdminOnly
FaceSource=PreferUser

Danach kommen die Icons wieder. Siehe auch hier.

Ich habe auf derselben Hardware auf einer freien Partition auch OpenSuse 10.3 Beta und RC installiert. Dort trat dann das DMA-Problem nicht mehr auf, auch das Problem mit der DVD-Erkennung während der Installation ist in 10.3 gelöst.

Stromverbrauch

Beim Stromverbrauch hält sich der Quad Core angenehm zurück. Ich messe mit einem ganz einfachen Strommesser den Gesamtverbrauch des Rechners ohne Monitor. Im Leerlauf werden 83 Watt verbraucht, bei normalen Arbeiten 90..105 Watt und unter Volllast (Videokompression mit 4 Threads, bei dem alle vier Cores am Arbeiten sind 123 Watt.
Im Vergleich dazu: mein alter Prescott Pentium 4 3Ghz hat mit demselben Netzteil (welches einen hohen Wirkungsgrad besitzt) im Leerlauf 117 Watt und unter Volllast 180 Watt verbraucht. Mit einem billigen Standardnetzteil hatte der Prescott sogar 134 Watt im Leerlauf und 224 Watt unter Volllast gebraucht.

Autofs einrichten (OpenSuse Leap)

Autofs erlaubt es beliebige Netzwerk (NFS-) Ressourcen dynamisch bei Bedarf einzubinden. Wenn die Verbindung einige Zeit nicht benutzt wird, wird diese dynamisch auch wieder gelöst. Die Ressource muss auch erst dann zur Verfügung stehen, wenn sie eingebunden wird (und nicht z.B. beim Booten). Wenn man „viele“ Ressourcen im LAN hat, die nicht immer eingeschaltet sind ist autofs daher ideal.

autofs ist defaultmäßig in OpenSuse Leap schon installiert. Daher sind nur die Konfigurationsdateien anzupassen.

Ich habe beispielsweise eine Synology Diskstation DS216j in meinem LAN. Diese exportiert per NFS verschiedene Verzeichnisse aus zwei Volumes (sehen wie NFS Exports aus). Die Diskstation hat den DNS-Namen diskstation. Exportiert werden von ihr folgende Verzeichnisse:

/volume1    
    /music    
    /video
    /photo
    /misc 
/volume2
     /misc2

Die nutzende Client-Maschine wird dann beispielhaft wie folgt konfiguriert.

Die Datei /etc/auto.master verweist auf Dateien, welche die Informationen zu den beiden Volumens enthalten. In auto.master steht nur:

/net/volume1 /etc/auto.diskstation.volume1
/net/volume2 /etc/auto.diskstation.volume2

auto.diskstation.volume1 sieht so aus:

music      -rw          diskstation:/volume1/music
video      -rw          diskstation:/volume1/video
photo      -rw          diskstation:/volume1/photo
misc       -rw          diskstation:/volume1/misc

auto.diskstation.volume2 sieht so aus:

misc       -rw          diskstation:/volume2/misc2

Im lokalen Dateisystem habe ich manuell folgende Verzeichnisse angelegt:

/net
     /volume1
                 /music
                 /video
                 /photo
                 /misc
     /volume2
                 /misc

Restarten von autofs:    service autofs restart

Damit ist alles vorbereitet. Wenn die Synology Diskstation die Verzeichnisse ordentlich exportiert (kann man durch manuelles NFS-Mounten vorher probieren), dann kann man nun ohne jedes manuelle Mounten direkt in ein Verzeichnis der Diskstation wechseln, z.B. so:
cd /net/volume1/photo

Wacom Tablet UD-1212-R mit Linux (OpenSuse 13.1)

Durch einen Zufall kam ich an ein altes Wacom Tablet, Typenbezeichnung UD-1212-R. Dieses Tablet hat eine Zeichenfläche von 12×12 Zoll.  Es ist auch als „Digitizer II“ bekannt.

Das Funktionsprinzip beruht auf der Analyse elektrischer Felder. Ein solches Feld wird an der Tabletoberfläche erzeugt. Ein spezieller Stift, in dem ein Schaltkreis eingebaut ist, „stört“  das erzeugte Feld. Die Lokation der Störung wird vom Tablet sehr genau festgestellt. Der Schaltkreis im Stift kommt ohne Batterien aus, er bezieht seine Energie aus dem elektrischen Feld über dem Tablet.

Das UD-1212-R ist uralte Hardware, die Datecodes auf der Controllerplatine weisen bei meinem Exemplar auf das Baujahr 1994 hin.

Das Tablet kam ohne Stift und Kabel zu mir.

Das Tablet sollte also 20 Jahre nach seiner Herstellung wieder angeschlossen werden…

Anschluss der Hardware

Stift: Den Stift (PL900 bzw. UD817e) kann man heute noch bei Wacom kaufen.

Kabel und elektrischer Anschluss: Das Tablet hat einen seriellen Anschluss. Entweder man schließt es an einen PC mit seriellen Anschluss an oder man nimmt ein Adapter-Kabel Seriell<->USB. Ich habe noch serielle Anschlüsse, daher habe ich das Tablet direkt via RS232 angeschlossen.

Das Kabel ist speziell. Es führt sowohl die RS232 Steuersignale als auch die Betriebsspannung (9-12V DC). Ich habe mir das Kabel wie folgt selbst gelötet, Informationen zum Kabel kann man sich aus diversen Foren im Internet zusammensuchen.

DB9 Konnektor (9 Pins). N.C. heißt „Not Connected“.

Pin Tablet
UD-1212-R
„Digitizer II“
Pin PC Kommentar
1 N.C. 1 N.C.
2 TxD 2 RxD
3 RxD 3 TxD
4 RTS 8 CTS
5 CTS 7 RTS
6 DSR 4 DTR
7 GND 5 GND
8 + VCC 9-12V 100mA
9 DTR 6 DSR

An Pin 7/8 ist also die Versorgungsspannung anzuschließen. Ab 6,5 V leuchtet bei mir die Betriebs-LED des Tablets.

Softwaremäßige Einbindung in Linux

Im Internet gibt es viel Information zu diesem Thema, allerdings wenig klärendes. Ich habe mir in zwei Tagen alle Informationen zusammengesucht.

Theorie of Operation
Das meiste hierzu war mir neu und stellt sicher nur einen winzigen Ausschnitt aller Möglichkeiten dar. Eventuell ist was ich schreibe auch nicht ganz richtig.

Ein heute nicht mehr (?) verfolgter Ansatz war es, Geräte innerhalb des X Servers anzubinden, indem der X Server eigene Treiber für diese Geräte enthielt.

Heute verwendet der X Server  Eingabegeräte, die im /dev/input/-Baum eingehängt sind. Vermutlich gibt es dort eine einheitliche Schnittstelle für alle Eingabegeräte, was den X Server von Besonderheiten deutlich entlasten würde.

Das Einhängen von Geräten in den /dev/input-Baum erfolgt entweder über udev, das zum Gerät passende Kernel-Module nachlädt oder „manuell“.

Man braucht also zum Anbinden eines Geräts zwei Dinge:

  • Ein Kernel-Modul, welches das Gerät unterstützt
  • Einen Mechanismus, der das Kernel-Modul bei Bedarf einbindet

Kernel-Modul: Von Wacom gab und gibt es zahlreiche Tablets, die neueren alle mit USB Anschluss. In meinem OpenSuse 13.1 ist standardmäßig schon ein Kernel Modul enthalten, allerdings unterstützt dieses nur neuere (USB-?)Geräte. Das vorhandene Modul wacom_w8001 nutzt also nichts.

Ein Kernel Modul für ältere, seriell angeschlossene Tablets gibt es hier: http://www.cipht.net/2011/07/02/wacom_serial-initial-release.html

Das dortige tar-File, welches die Sourcen des Treibers enthält, lässt sich ganz einfach mittels gcc übersetzen.

Einbindung des Kernel-Moduls mit inputattach: inputattach ist ein Programm, dass das passende Kernel-Modul an eine physikalische Schnittstelle anbindet und die Schnittstelle des Geräts in den /dev/input-Baum einbindet.

Mein Gerät hängt an /dev/ttyS0. Der Aufruf für inputattach it daher:

./inputattach –wacom_iv /dev/ttyS0 &

„wacom_iv“ ist hierbei der Gerätetyp. Diesen nimmt  inputattach her, um  eine  Informationsstruktur  für das angehängte Gerät  anzulegen, die  von udev (?) benutzt wird, um das passende Kernel-Modul zu laden.

inputattach ist Teil des „linuxconsole“ Projekts. Dieses muss heruntergeladen und von Source installiert werden. Dabei entsteht inputattach im Unterverzeichnis „utils“.
Allerdings muss hier vorher noch etwas getan werden. Der Support für die älteren Tablets (einige wenige Zeilen Code) fehlt in inputattach.c. Es gibt zwar zwei patch-Dateien (eine für inputattach.c und eine für serio-ids.h) die sind aber nicht ganz korrekt. Ich habe daher per Hand folgendes gemacht:

inputattach.c: In der Struktur input_types input_types folgende Zeilen eingefügt:
{ „–wacom_iv“,         „-wacom_iv“,    „Wacom protocol 4 tablet“,
B9600, CS8,
SERIO_WACOM_IV,         0x00,   0x00,   0,      NULL },

serio-ids.h: folgende Zeilen eingefügt:
#ifndef SERIO_WACOM_IV
# define SERIO_WACOM_IV         0x3f
#endif

Es muss darauf geachtet werden, dass der Wert für SERIO_WACOM_IV eindeutig ist.  Am besten den höchsten Wert+1 aus der serio-ids.h nehmen. Auch gegen /usr/include/linux/serio.h checken, auch dort darf keine Überdeckung vorliegen (Hinweis: der Original-Patch definiert für SERIO_WACOM_IV 0x3d. Dies kollidiert aber mit dem Define SERIO_TSC40 in /usr/include/linux/serio.h. Daher wird bei sturer Übernahm des Patchs der falsche Treiber (nämlich für TSC40 Tablets) geladen. In dmesg steht das falsche Tablet drin, und funktionieren tut gar nichts).

Wenn man nun ein passendes inputattach und ein Kernel-Modul hat, kann man sehen ob die Anbindung klappt:

% insmod ./wacom_serial.ko

% ./inputattach –wacom_iv /dev/ttyS0 &

Mit dmesg sieht man wenn alles gut geht in etwa so was:

[ 3161.508413] serio: Serial port ttyS0
[ 3161.540516] input (null): Wacom tablet: Digitizer II, version 1.2

[ 3161.540520] input (null): Max pressure: 127.
[ 3161.578164] input (null): Configuration string: ~RE203C800,000,00,1270,1270
[ 3161.600884] input: Wacom protocol 4 serial tablet as /devices/pnp0/00:0a/tty/ttyS0/serio8/input/input17

xsetwacom listet dann das Gerät auch aus:
% xsetwacom –list devices
Wacom protocol 4 serial tablet          id: 12  type: STYLUS

Die Einbindung in den /dev/input-Baum sieht man auch hier:
% cat /proc/bus/input/devices
….
I: Bus=0013 Vendor=003f Product=0000 Version=5544
N: Name=“Wacom protocol 4 serial tablet“
P: Phys=ttyS0/serio0/input0
S: Sysfs=/devices/pnp0/00:0a/tty/ttyS0/serio9/input/input17
U: Uniq=
H: Handlers=mouse1 event14
B: PROP=0
B: EV=b
B: KEY=c43 0 0 0 0 0
B: ABS=1000003

Schließlich kennt nun auch X sebst das Gerät:
% xinput list
⎡ Virtual core pointer                          id=2    [master pointer  (3)]
⎜   ↳ Virtual core XTEST pointer                id=4    [slave  pointer  (2)]
⎜   ↳ Logitech USB-PS/2 Optical Mouse           id=10   [slave  pointer  (2)]
⎜   ↳ Wacom protocol 4 serial tablet            id=12   [slave  pointer  (2)]

⎣ Virtual core keyboard                         id=3    [master keyboard (2)]
↳ Virtual core XTEST keyboard               id=5    [slave  keyboard (3)]
↳ Power Button                              id=6    [slave  keyboard (3)]
↳ Power Button                              id=7    [slave  keyboard (3)]
↳ Logitech USB Keyboard                     id=8    [slave  keyboard (3)]
↳ Logitech USB Keyboard                     id=9    [slave  keyboard (3)]
↳ Eee PC WMI hotkeys                        id=11   [slave  keyboard (3)]

Wenn man soweit ist, muss man nur noch dem X Server sagen, dass er das Gerät auch verwenden soll. In /etc/X11/xorg.conf.d/ muss eine passende Datei abgelegt werden. Bei OpenSuse ist eine solche Datei (50-wacom.conf) schon da und muss nur noch angepasst werden:
Section „InputClass“
Identifier „Wacom serial class“
MatchProduct „Wacom protocol 4 serial tablet“
MatchDevicePath „/dev/input/event*“
Driver „wacom“
Option „Type“ „stylus“
Option „DebugLevel“ „12“
EndSection

andere, nicht benötigte Klassen kann man löschen. Wichtig ist, dass der Wert des Attributs MatchProduct übereinstimmt mit dem, was xinput list als Namen ausgibt. Über diesen Text matcht X das Gerät zu dieser InputClass.
Nach einem Neustart des Servers kann man nun den Cursor mit der Maus (wie vorher) und zusätzlich mit dem Tabletstift bewegen.

Ich habe auch folgende Datei nach /etc/udev/rules.d gespielt, weiss nicht ich mn die braucht:
cat /etc/udev/rules.d/70-serial-wacom.rules
ACTION==“add|change“, SUBSYSTEM==“pnp“, ENV{PRODUCT}==’13/3f/*‘, ENV{NAME}==“Wacom protocol IV serial tablet“,SYMLINK+=“input/wacom“,ENV{ID_INPUT}=“1″,ENV{ID_INPUT_TABLET}=“1″

Aspect Ratio einstellen
Mein Tablet hat ein Aspect Ratio von 1:1 (15240 x 15240 Pixel).
Meine beiden Bildschirme sind unter X mit 3200×1200 Pixeln verfügbar.
Wenn man nun einen sauberen Kreis auf dem Tablet zeichnet, kommt eine platte Ellipse auf dem Bildschirm heraus. Man muss das Seitenverhältnis passend umrechnen. X erlaubt dies auf unterschiedliche Weise.

Erst Infos sammeln:

dennis@dennis-pc:~> xsetwacom get „Wacom protocol 4 serial tablet“ all
Option „Area“ „0 0 15240 15240“
‚Button‘ requires exactly 1 value(s).
Option „ToolDebugLevel“ „12“
Option „TabletDebugLevel“ „0“
Option „Suppress“ „2“
Option „RawSample“ „4“
Option „PressureCurve“ „0 0 100 100“
Option „Mode“ „Absolute“
Option „TabletPCButton“ „off“
Option „Touch“ „off“
Option „Gesture“ „off“
Option „ZoomDistance“ „0“
Option „ScrollDistance“ „0“
Option „TapTime“ „250“
Property ‚Wacom Proximity Threshold‘ does not exist on device.
Option „Rotate“ „none“
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Wheel Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Strip Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Strip Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Strip Buttons‘ does not exist on device.
Property ‚Wacom Strip Buttons‘ does not exist on device.
Option „Threshold“ „27“
Option „ToolType“ „426“
Option „ToolSerial“ „1“
Option „ToolID“ „0“
Option „ToolSerialPrevious“ „0“
Option „BindToSerial“ „0“
Option „TabletID“ „0“

xinput  listet eine „Coordinate Transformation Matrix“ aus.Genau daas was ich suche 🙂

dennis@dennis-pc:~> xinput list-props „Wacom protocol 4 serial tablet“
Device ‚Wacom protocol 4 serial tablet‘:
Device Enabled (141):   1
Coordinate Transformation Matrix (143): 0.400000, 0.000000, 0.000000, 0.000000, 1.000000, 0.000000, 0.000000, 0.000000, 1.000000

Device Accel Profile (266):     0
Device Accel Constant Deceleration (267):       1.000000
Device Accel Adaptive Deceleration (268):       1.000000
Device Accel Velocity Scaling (269):    10.000000
Device Node (262):      „/dev/input/event14“
Wacom Tablet Area (600):        0, 0, 15240, 15240
Wacom Rotation (601):   0
Wacom Pressurecurve (602):      0, 0, 100, 100
Wacom Serial IDs (603): 0, 0, 2, 1, 0
Wacom Serial ID binding (604):  0
Wacom Pressure Threshold (605): 27
Wacom Sample and Suppress (606):        2, 4
Wacom Enable Touch (607):       0
Wacom Hover Click (608):        1
Wacom Enable Touch Gesture (609):       0
Wacom Touch Gesture Parameters (610):   0, 0, 250
Wacom Tool Type (611):  „STYLUS“ (426)
Wacom Button Actions (612):     „Wacom button action 0“ (613), „Wacom button action 1“ (614), „Wacom button action 2“ (615), „None“ (0), „None“ (0), „None“ (0), „None“ (0), „Wacom button action 3“ (616), „Wacom button action 4“ (617)
Wacom button action 0 (613):    1572865
Wacom button action 1 (614):    1572866
Wacom button action 2 (615):    1572867
Wacom button action 3 (616):    1572872
Wacom button action 4 (617):    1572873
Device Product ID (261):        63, 0
Wacom Debug Levels (618):       12, 0

Infos zum Screen:

dennis@dennis-pc:~>  xrandr
Screen 0: minimum 8 x 8, current 3200 x 1200, maximum 16384 x 16384
DVI-I-0 disconnected (normal left inverted right x axis y axis)
VGA-0 connected 1600×1200+1600+0 (normal left inverted right x axis y axis) 408mm x 306mm
1600×1200      60.0*+
1280×1024      75.0     60.0
1280×960       60.0
1152×864       75.0
1024×768       75.0     70.1     60.0
800×600        75.0     72.2     60.3     56.2
640×480        75.0     72.8     59.9
DVI-I-1 connected primary 1600×1200+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 518mm x 324mm
1600×1200      60.0*+
1280×1024      70.0     60.0
1024×768       85.0     75.0     60.0
800×600        85.1     75.0     60.3
640×480        85.0     75.0     60.0     59.9

Setzen einer Matrix, die den Tabletbereich auf  den Monitor-bereich 1200×1200 am linken Bildschirm setzt:

xinput set-prop „Wacom protocol 4 serial tablet“ –type=float „Coordinate Transformation Matrix“ 0.375 0 0 0 1 0 0 0 1

Erklärung: 1 0 0 0 1 0 0 0 1 ist die Matrix
100
010
001 . Dies ist die Identitätsmatrix. Damit wird der Tablet-Bereich auf den Gesamtbildschirm umgerechnet. Dies bringt eine starke Zerrung in horizontaler Richtung mit sich.

Ich möchte keinerlei Verzerrung beim Zeichnen. Dann darf der Tablet-Bereich nur auf einen Bereich gemappt werden, dessen Aspect Ratio auch 1:1 ist. Die maximale Ausdehung in Y-Richtung ist bedingt durch die Monitore 1200. Ich kann also einen Bereich 1200×1200 innerhalb meiner 3200×1200 definieren, in den das Tablet verzerrungsfrei gemappt wird. Der Skalierfaktor in X-Richtung ist 1200/3200 = 0.375.
Somit ergibt sich „meine“ Matrix zu:
0.375 0 0
0        1 0
0        0 1 .

und xinput wird so aufgerufen:
xinput set-prop „Wacom protocol 4 serial tablet“ –type=float „Coordinate Transformation Matrix“ 0.375 0 0 0 1 0 0 0 1

Wenn man wieder das volle Mapping haben will (mit Verzerrung):
xinput set-prop „Wacom protocol 4 serial tablet“ –type=float „Coordinate Transformation Matrix“ 1 0 0 0 1 0 0 0 1

Details und Diskussion siehe hier: http://ubuntuforums.org/archive/index.php/t-1656089.html

Nutzung mit Gimp

In Gimp kann man via Einstellungen weitere Eingabegeräte aktivieren. Als ich das für mein Tablet gemacht habe, konnte ich sofort zeichnen, auch mit unterschiedlicher Aufdruckstärke. Die Bedienung ist aber erstmal gewöhnungsbedürftig und vermutlich müssen zusätzliche InputClass-Optionen eingestellt werden, ich habe z.B-. zwei Bildschirme mit zusammen 3200×1200 Pixeln und ich kam mit dem Tablet zwar auf beide Bildschirme, aber nicht ganz bis in die rechte Ecke. Außerdem behinderten sich beide vorhandenen Cursoren gegenseitig, z.B. bei angedockten Dialogen.

Hier mein allererstes Bild, ca, 5 Minuten nachdem das Tablet erstmal lief hingezaubert :-)))

(Etwas infantil, ich gebs zu. Dem gingen allerdings drei Stunden Kernel-Modul Basteleien voran…)

Das Innenleben des Tablets

Chips on Board: W3007F, W5000F, W6001F


Riesige Abschirmung

 


Der Controller

 


Chips on Board: W3007F, W5000F, W6001F. Oben das EPROM 27C512 mit der Firmware. Neuester Datecode 29. Woche 1994.

 

 

 

Linux auf dem Mainboard ASRock N68-VS3 UCC

Ich habe dieses Micro ATX Mainboard als günstiges Bundle mit 4GB RAM und einer AMD AMD Athlon X2 3,3GHz Dual Core CPU gekauft. Es dient als Mainboard für meinen Wohnzimmer-PC, der in einem (relativ) schicken Gehäuse leise seinen Dienst tut – Filme abspielen, Fernsehen.
Vorteile des Boards für mich:

  • Ein PCI Slot für vorhandene ältere Karten (non PCI-Express)
  • EIn PATA-Header vorhanden für ältere Festplatten (Non SATA)
  • NVidia Grafik-Chip on Board
  • Sehr günstig

Ich habe das Bundle in ein vorhandenes Gerät eingebaut, vorher war ein ATX Board installiert. Die Bohrungen des Mainboards sind so verteilt, dass die Gewinde des ATX-Mainboards verwendet werden können.

Das N68-VS3 besitzt eine 24-poligen Netzteilbuchse. Mein altes Netzteil aber nur einen 20 poligen Stecker. Wenn man den Stecker linksbündig einsteckt, funktioniert das aber trotzdem.
Allerdings habe ich in einem Anfall geistiger Umnachtung den Stecker zunächst falschherum eingesteckt. Nach Einschalten des Geräts nahm ich leichten Geruch zu heisser Elektronikteile wahr, außerdem konnte man im Netzteil ein seltsames Sirren hören. Der Computer konnte ich nicht mehr einschalten. Nach Prüfung der Anschlüsse stellte ich meinen schrecklichen Fehler fest. Ich war geschockt, hatte ich das neue Board sofort selbst zerstört? Mit einem schnell herbeigeschafften zweiten Netzteil konnte ich den Rechner dann einschalten. Fazit: freundlicherweise war nur das Netzteil kaputtgegangen, nicht das Mainboard.

Auf der Platte des Geräts befand sich noch ein installiertes OpenSuse für das alte Board (OpenSuse 32Bit, Pentium 4, Nouveau Treiber für NVidia Karten). Dieses Linux lies sich ohne jede Änderung booten, nur die Netzwerkkarte musste korrigiert werden (alte löschen, neue automatisch konfigurieren lassen), fertig. Alles funktionierte, selbst die kritischen Youtube-Videos im Vollbildmodus.

Im folgenden ein paar Bilder des Boards.


Bei MicroATX ist das dominierende Bauteil die CPU+Kühler.

 


Board-Rückseite. Rechts der PCI-Slot

 

 


Im Vordergrund 4xSATA, 1xPATA Anschlüsse

 


Die 2 Slots für RAM, einer mit 4GB belegt

 

 

 

 

 

Installation von OpenSuse 12.1, 64 Bit

Die Installation eines wirklich passenden Linuxes musste noch nachgeholt werden.
-to be done-

Audiobearbeitung unter Linux

Das Thema Audiobearbeitung ist unter Linux gut abgedeckt. Mir geht es insbesondere um das Digitalisieren vorhandener Audio-Daten.

Ich gebe im folgenden einige Tipps zum Vorgehen, wobei keine besonders anspruchsvollen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Verwendet wurde OpenSuse 11.1 .

Hardware

Audio-Karten

Ich habe sowohl hinzugekaufte aus auch OnBoard-Audio-Hardware für Digitalisierungen genutzt. Entgegen der Aussage, dass schon die einfachste hinzugekaufte Karte besser ist als jede OnBoard-Hardware habe ich mit letzterer gute Erfahrungen gemacht. Auf meinem aktuellen Motherboard von Gigabyte ist z.B. ein Intel Chip drauf und die  Aufnahmen sind meiner Meinung nach hervorragend. Ich kann keine Unterschiede zu einer  eingesteckten guten Creative Karte erkennen.

AudioDrive ESS488F closeup
BILD 1: Externe Creative-Karte (PCI) und beispielhaft ein On Board Audio Chip (AudioDrive ES488F von ESS Technologies, ein älteres Modell)

Analoge Aufnahmequellen: Plattenspieler, Kassettenspieler

Die üblichen  analogen Quellen haben einen Chinch-Ausgang (L/R). Die Audio-HW des Computers hat üblicherweise einen 3,5“ Klinkenstecker-Eingang. Mit einem passenden Kabel lassen sich die Geräte verbinden.  Falls das Gerät nur einen Kopfhörerausgang hat, kann man auch ein Kabel mit 3,5“ Klinkenstecker an beiden Enden nehmen. Der Aufnahmepegel kann dann über den Pegelregler des Kopfhörer-Ausgangs so eingestellt werden, dass sicher nichts verzerrt wird.

Plattenspieler haben oft einen Ausgangspegel, der zusätzlich verstärkt werden muss. Außerdem ist das Signal verzerrt (Höhen sind übermäßig betont). Für solche Plattenspieler muss ein „Entzerr-Vorverstärker für Pllatenspieler“ zwischengeschaltet werden. Solche Geräte gibt es für ca 35 Euro im Zubehörhandel.

BILDER: Chinch-Ausgang; BILD: OnBoard-Karteneingang, ExBoard Karteneingang, 3,5 Klinkenstecker, Wenn vorhanden: Entzerr-VV

Hinweise: Den Eingangspegel, wenn regelbar so einstellen, dass ganz sicher das Signal nicht übersteuert/verzerrt wird. Lieber zu leise als verzerrt aufnehmen!Eine Verstärkung kann dann später auf dem digitalen Signal (Normalisierung) erfolgen.

Software

Ich habe für alle meine Aktivitäten die Software Audacity genutzt. Dies ist ein Audioeditor, der mehrere Spuren verwalten kann, der diverse Effekte auf diese Spuren anwenden kann und der diverse Audioformate lesen und schreiben kann. Er erlaubt auch die Ausführung von Batch-Kommandos (wobei ich das nicht probiert habe).

BILD : Audacity Gesamtansicht

Man kann mit Audacity ein ganze Platten- oder Kassettenseite aufnehmen, falls das Kassettengerät Auto-Reverse beherrscht, kann man auch die Kassette komplett in einem Rutsch aufnehmen. Das Aufteilen in Einzeltitel kann durch eine Funktion von Audacity (Silence Finder) später erfolgen. Dies spart deutlich Zeit.

Zu Beginn der Aufnahme den Aufnahmepegel einstellen:

Manuelles Entfernen einzelner Kratzer und Störgeräusche

Einzelne Störungen können per Hand entfernt werden. Die Stelle muss gefunden, selektiert und dann gelöscht werden.

Selektion einer kritischen Stelle mit Störstelle. Zunächst grob selektieren.

Vergrößern der selektierten Stelle mittels Lupenfunktion. Dies kann evtl. mehrfach notwendig sein, bis die Störstelle ganz präzise vorliegt.

Weitere Vergrößerungsstufe. Die Störstelle ist bereits in der Bildmitte zu erkennen.

Nochmal vergrößern und Herausschneiden der Störstelle:

Entfernen von Kratzern aus der kompletten Aufnahme

Falls viele Störstellen vorliegen (alte Platte) können diese mittels eines Filters (Utility-Funktion) entfernt werden. Dazu die komplette Aufnahme oder den gestörten Bereich selektieren und darauf die Funktion Effect > Noise Removal > Click Removal anwenden.

Normalisierung der Aufnahme

Unterschiedliche Aufnahmepegel können im Nachhinein normalisiert werden (Effect > Amplifier > Normalize).

Aufteilung einer kompletten Aufnahme in einzelne Segmente (Lieder etc.)

Wenn zwischen einzelnen Segmenten einer Aufnahme klar erkennbare Pausen liegen, kann Audacity die Aufnahme automatisch in einzelne Segmente zerlegen. Dazu die Funktion Analyze > Silence Finder nutzen.
Es werden bei längeren Pausen auch mehrere kleine Segmente gefunden, die nichts sinnvolles enthalten. Diese können nach dem Abspeichern der Segmente als einzelne MP3-Dateien (siehe dazu weiter unten) entfernt werden.

Konfiguration des Silence Finders. Mit den Default-Werten kommt man schon ganz gut hin.

Ergebnis der Silence Finder Analyse ist ein Label-Track (siehe Screendump unten) mit Markierungen an den Stellen, wo Pausen gefunden wurden. Im Beispiel wurden zwei Segmente gefunden, was auch korrekt ist.

Nach dem Ermitteln der Labels kann ein Abspeichern aller Segmente der Aufnahme (Multiple Export) erfolgen: File > Export Multiple.
Im folgenden Dialog kann noch einiges eingestellt werden (Benamung der Ausgabedateien, Ausgabeformat etc.). Dann Export selektieren.

Das Ergebnis sind alle Segmente, zu denen Labels gefunden wurden. Wie oben erwähnt, kann es einige ganz kurze Segmente geben, die aber nichts sinnvolles (z.B. Hintergrundgeräusche enthalten und nur ein paar Sekunden lang sind. Diese können normalerweise einfach gelöscht werden. Übrig bleiben die „echten“ Songs der Aufnahme.

Links

Gigabit-Netzwerk mit Linux

Dies ist ein historischer Artikel von ca 2010.

Ein Upgrade auf Gigabit-Ethernet mit Linux gestaltet sich sehr einfach.

Ich habe folgende Geräte umgestellt:

  • OpenSuse 10.2 auf ASRock P4V88 Board mit Pentium 4 Prescott 3Ghz und internem LAN-Karte 100MBit/s
  • OpenSuse 10.0 auf IBM Netvista PC mit Pentium 4 Northwood 2,26 Ghz und internem LAN 100 MBit/s
  • knoppmyth Linux mit mythtv auf Siemens Scovery XS Mini-PC mit Pentium 3 866Mhz und internem LAN 100 MBit/s

Was benötigt man?

  1. Von Linux unterstützte Gigabit-Netzwerkkarten. Ich habe irgendwelche genommen, die den RealTek Chip RTL8169 nutzen. Hierfür hat Linux Treiber im Kernel.
  2. Gigabit Switch
  3. Kabel, die Gigabit-Ethernet transportieren sollen, müssen Cat 5e oder höher haben.

Zu der Norm „Cat x“ gibt es bei Wikipedia gute Infos. Hier eine knappe Zusammenfassung:

Norm Betriebsfrequenz [Mhz] Max. Übertragungsrate
full duplex/half duplex [MBit/s]
Max. Kabellänge [m] Genutzte Adernpaare Übertragungsrate pro Adernpaar [MBaud]
Cat 5 100 ?/100 100 2 50
Cat 5e (auch 5+) 100 250/500 100 4 250
6 250 500/1000 100 4 250
6a 500 ?/10000 100 4 ?
7 600 ?/10000 100 4 ?

Ich habe ein Cat 5-Kabel probiert, der Switch hat damit aber nur 100MBit angeboten. Mit Cat 5e-Kabeln ging es dann. Alle Kabel haben übrigens dieselben Stecker, erst bei Cat 7 werden andere Stecker verwendet (die allerdings kompatibel zu den alten sind, d.h ein Cat 7-Stecker passt auch in eine alte Buchse).

RJ45 Stecker
Ein RJ45 Stecker an einem Cat5-Kabel

 

Besonderheiten, die zu beachten sind:

  • 1000 MBit/s entsprechen 125MByte/s. Der PCI-Bus des PCs kann diese Transferrate geschwindigkeitsmässig nicht bedienen, d.h. man wird die theoretischen 1000 MBit mit PCI nicht erreichen. Desweiteren sind übliche Platten mit 50-80MByte/s ebenfalls deutlich unter der theoretisch möglichen Geschwindigkeit des Netzes. Unabhängig davon wird man aber Transferraten erreichen, die deutlich über denen eines 100MBit-Netzes sind (siehe weiter unten).
  • Es braucht keine Crossover-Karten mehr, da alle Gigabit-Switches schon Auto-MDX beherrschen
  • Eine Mischung 10/100/1000 Geräte am selben Switch ist kein Problem, alle laufen mit der höchsten Geschwindigkeit

Die Umstellung

Ich habe die Linux-Rechner vor dem Hardware-Tausch hochgefahren und im BIOS die interne LAN-Karte disabled, um  Konflikte zu vermeiden. Nach dem Herunterfahren wurden die Karten ausgetauscht.

Gigabit Ethernet-Karte mit Realtek 8169 Chip (Links eine Boot-PROM-Fassung)
Gigabit Ethernet-Karte mit Realtek 8169 Chip
für den PCI-Bus (Links eine Boot-PROM-Fassung)

Nach dem Hochfahren ist erwartungsgemäß kein Netzbetrieb mehr möglich, denn die bekannte Netzkarte wurde deaktiviert, die neue Karte wurde noch nicht konfiguriert. Trotz disablen der onboard-Karte hat der Kernel auf allen PCs die Karte bemerkt.
Startet man auf den OpenSuse Rechnern Yast und geht dort in den Bereich Netzwerkgeräte -> Netzwerkkarte, wird dort neben der alten nun auch die neue Karte angezeigt. Diese kann dann einfach mittels Bearbeiten konfiguriert werden. Vorher habe ich aber noch die alte Karte bearbeitet, deren Netzwerkadresse geändert (die neue Karte soll die alte IP-Adresse übernehmen) und die Aktivierung der alten Karte auf „manuell“ umgestellt. Für die neue Karte sind die typischen Dinge (eigene IP-Adresse, Netzmaske, DNS-Server, Default-Gateway) einzustellen. Yast beenden und die neue Karte funktioniert. Bei mir wurde die neue Karte als „eth1“ eingebunden.

Transferraten von Gigabit Ethernet

Um Gigabit Ethernet auszureizen, benötigt der PC RAID-Systeme und eine schnellere Anbindung des Plattenzugriffs an die Netzwerkkarte als es PCI bieten kann. Mit einem Wald-und-Wiesen-PC wie ich ihn habe, kann man nur ein Bruchteil der möglichen Leistung erreichen.

2008: Mit dem Gigabit Ethernet ergeben sich beim Transfer deutlich höhere Werte als mit dem 100MBit-Netzwerk. Bei ersten Messungen kam ich auf ca. 230MBit/s. Die interne Plattengeschwindigkeit wird nicht erreicht. Trotzdem werden Daten fast Faktor 4 schneller übertragen. Es macht einen deutlichen Unterschied, 1 Minute statt 4 Minuten auf die Übertragung einer 4GByte Video-Datei zu warten.

2012 wurde die Messung mit neueren Geräten wiederholt und dabei 65MByte/s erreicht, mit 517MBit/s immerhin rund die Hälfte der theoretisch möglichen Geschwindigkeit.

Jahr der messung Medium Quelle Medium Ziel Verbindungstechnik Volumen
[MByte]
Übertragungs-
dauer [s]
Transferrate
[MByte/s]
2008 interne SATA-1
Linux ext3 Quellrechner: Pentium 4 3Ghz, 2GByte RAM, OpenSuse 10.2
externe HD via NFS
Linux ext3 Zielrechner: Pentium 4 2,26 Ghz, 1GByte RAM, OpenSuse 10.0
Switch: TP-Link TL-SG 1008D
Netzwerkkarten: LogiLink Gigabit Ethernet PCI Adapter – Giga LAN Card
Gigabit Ethernet 2672 97 27,3
2012 interne SATA-2
Linux ext4
Quellrechner:
Quadcore Q6600 2,4Ghz, 6GByte RAM, OpenSuse 12.1
Built in LAN Karte (Gigabyte Board)
externer PC via NFS, Linux ext4

Zielrechner:
Prentium 4,  2,4Ghz, 2GByte RAM, OpenSuse 12.1

Netzwerkkarten: LogiLink Gigabit Ethernet PCI Adapter – Giga LAN Card

Gigabit Ethernet 9500 147 64,6

 

 

Von mir genutzte Linux Anwendungen/Software

Die Zahl der Freeware- oder Open Source Tools für Linux ist riesengroß. Um sich für ein bestimmtes Tool zu entscheiden, muss man oft lange Tests lesen oder viel probieren. Diese Arbeit will ich etwas erleichtern. Dazu liste ich von mir genutzte und gute Tools hier auf. Nicht dass es sehr viele sind. Da ich aber komplett auf Linux umgestiegen bin, müssen die Tools gewisse Qualitätsanforderungen erfüllen.

Geniale Software

In dieser Rubrik führe ich Software, die quasi Wunder wirkt:

  • testdisk: Das Tool mit dem unscheinbaren Namen ist in der Lage, aus einem zerstörten FAT-Volume durch Binärdatenanalyse noch sehr viel von dem als verlorengegangen geglaubten Inhalt zu kopieren. Ich habe damit von einer defekten SD-Karte aus einer Digitalkamera, die mit keinem anderen Programm auch nur irgendein Byte freiwillig abgegeben hat, noch ALLE Bilder extrahieren können. Unglaubliche Leistung. Link zum Hersteller: http://www.cgsecurity.org/wiki/TestDisk.
  • pdftk: PDF Toolkit. Erlaubt Operationen auf PDF Dateien. Es können z.B. mehrere PDFs zu einem neuen Gesamt-PDF zusammengefügt werden. Wunderbare Software.
  • hugin: Tool, mit dem aus mehreren Fotos ein Panorama-Bild erzeugt werden kann. Sehr schönes, intuitives Tool.
  • Firefox: DER Webbrowser.

Office Programme, Webeditoren

  • OpenOffice 2.0 oder neuer: komplettes Office Paket, stabil, flott und viele Funktionen. Vergleichbar zu Word, Excel und Powerpoint. Kann MS Office-Formate lesen und schreiben. Auch HTML-Editing ist möglich.
  • Kompozer: Mächtiger HTML-Editor mit WYSIWYG.
  • Seamonkey ist 2017 eine Art Nachfolger des kompozers.

Software-Entwicklung

  • Eclipse: Komplette Java Entwicklungsumgebung

Graphik

  • Gimp: Bildbearbeitungsprogramm
  • Inkscape: Vektororientiertes Zeichenprogramm

Multimedia

  • mplayer: Player für verschiedene Video-Formate, kann auch vom TV-Tuner das TV-Programm abspielen. Graphisches Frontend smplayer oder gmplayer.
  • mencoder: mächtiger Video Encoder
  • kdenlive: Video Editor zum Schneiden eigener Filme
  • ffmpeg: ähnlich mencoder.
  • audacious und xmms2: zusammen eine xmms-ähnliche Audio-Player-Umgebung. xmms2 ist ein mächtiges Sound-System und audacious eine simple Player-Oberfläche, ähnlich xmms.
  • timidity+: Software Sequencer; wird benötigt, wenn man Midi-Dateien abspielen will und keine Audiokarte mit HW-Sequenzer besitzt
  • avidemux: Videoschnitt Editor
  • audacity und wired: Multi Track Audio Aufnahme mit beiden Tools gut möglich
  • rosegarden: Kompositionsprogramm mit MIDI Ansteuerung. Muss ab Source compiliert werden.
  • GoogleEarth: „Weltatlas“ in 3D
  • mp3tag: Bearbeiten der Tags von MP3-Dateien. Zwar ein Windows-Programm, läuft aber prima mit wine.

Kommunikation

  • Firefox: Schneller, exzellenter Web Browser.
  • Thunderbird: Schnelles, exzellentes Mail-Programm
  • Skype: Audio/Video Kommunikation via Internet
  • vncviewer: Remote Zugriff auf X Window Systeme

Sonstiges

  • VirtualBox („Oracle VM Virtual Box“): Virtuelle PCs unter Linux
  • eagle – Elektrische Schaltpläne bearbeiten und Leiterplattenvorlagen erstellen.

Spiele

    • dopewars: Ein angeblicher „Klassiker“. Rein textbasiert.

Software, die mir nicht gefällt

Manche Sachen haben mich bei diesen Tools schon sehr gestört 🙂

  • acroread: Acrobat Reader für PDF. Die riesige und unverständliche Größe des Installs ist absurd – über 100MB für einen trivialen Fileviewer!. Warum muss das sein?
  • amarok: Audio Player. Ich habe lange probiert diesen Player zu nutzen. Ich kann nicht zählen, wie oft ich schon hunderte CD-Cover zum X-ten Mal heruntergeladen habe, weil ich die korrupte Datenbank von amarok löschen musste. Playlist lies sich nicht speichern, lastFM-Support funktionierte lange nicht. Dieses Tool macht dem Nutzer graue Haare…
  • ms windows

Midi per Software unter Linux

Midi-Dateien werden entweder via Hardware oder Software abgespielt. Eine Software hierfür ist timidity.

Installation eines Midi-Sequencers

timidity Paket mittels YasT installieren.

Installation eines Soundfonts

Man kann mit timidity direkt Midi-Dateien abspielen, die klingen aber eher langweilig. Daher sollte man sich einen umfangreichen Soundfont mit vielen Instrumenten installieren. Bei http://www.hammersound.net eine Soundbank herunterladen. Z.B. die von Fluid.

Sie kommt in einem seltsamen Format (FluidR3 GM.sfArk). Diese mittels sfarkxtc unter Linux entpacken (kann auch per Yast installiert werden).
Eine der resultierenden Dateien ist „FluidR3 GM.SF2“. Diese umbenennen nach „FluidR3GM.SF2“ und z.B. nach /usr/share/timidity/ kopieren.

In /etc/timidity.cfg wird auf /usr/share/timidity/timidity.cfg verwiesen. Dort folgendes eintragen:

dir /usr/share/timidity
soundfont FluidR3GM.SF2

timidity nutzen

Das folgende ist unter http://de.opensuse.org/SDB:Abspielen_von_MIDI_Dateien ausführlich beschrieben.

timidity im Alsa Server Modus starten.

/usr/bin/timidity -iA -B2,8 -Os &

timidity wird über ein midi port angesprochen. Dieses gibt er beim Start aus.


Opening sequencer port: 128:0 128:1 128:2 128:3

Mittels des virtuellen Midi Keyboards „vkeybd“ kann man nun probeweise einzelne Töne abspielen:

vkeybd -addr 128:0

Interface / GUI wählen.

timidity besitzt mehrere GUIs. Das GtK-Interface erhält man z.B. mit:

timidity -ig

Weitere siehe http://timidity.sourceforge.net/screenshots.html

Weiterführende Links:
http://www.justchords.de/reality/timidity.html