VMWare Server 2.0 unter OpenSuse 11.0

Hinweis: Dies ist ein historischer Artikel. Mittlerweile empfehle ich eher die Nutzung von VirtualBox. Siehe Beitrag VirtualBox

Seit einiger Zeit arbeitet VMWare an der 2.0-Version des VMWare Servers. Diese bietet eine verbesserte Nutzung der Ressourcen des Hosts durch den Gast und kommt mit einer neuen Administrationsoberfläche, die nun webbasiert ist.

Da in meiner Konfiguration (OpenSuse 11.0 mit KDE4 auf Quad Core CPU) der Betrieb von VMWare sehr instabil war, habe ich die 2.0 Beta Version ausprobiert. Die Instabilität kommt übrigens von der Nutzung von KDE4. Auf dem Rechner ist parallel auch KDE 3.5 installiert, damit gibt es keine Probleme. Da ich aber auf KDE4 umgestiegen bin, ist das für mich keine Lösung.

Installation des VMWare Servers 2.0 Beta RC2

Man kann sich bei vmware ein RPM (oder auch ein tar.gz)-File herunterladen. Dieses lässt sich mittels    rpm -ivh VMware-server-2.0.0-110949.x86_64.rpm installieren. Vorher ein evtl. vorhandenes altes Paket deinstallieren (rpm -e VMware-server-1.0.6-91891 o.ä.). Nach Installation muss VMWare Server konfiguriert werden, dies geschieht mittels des üblichen Perl-Skripts von VMWare:
/usr/bin/vmware-config.pl

Wie immer passt keines der vorhandenen Kernel-Module, so dass VMWare mehrere Module compiliert. Es gibt auch Warnungen:
WARNING: „VMCIDatagram_CreateHnd“ [/tmp/vmware-config0/vsock-only/vsock.ko] undefined!
WARNING: „VMCIDatagram_DestroyHnd“ [/tmp/vmware-config0/vsock-only/vsock.ko] undefined! WARNING: „VMCI_GetContextID“ [/tmp/vmware-config0/vsock-only/vsock.ko] undefined!
WARNING: „VMCIDatagram_Send“ [/tmp/vmware-config0/vsock-only/vsock.ko] undefined!

Ansonsten bleibe ich überall bei den Defaults, nutze nur Bridged Networking und erhalte einen lauffähigen Server, der sich sofort startet.

Nutzung

Die Fat-Client-Anwendung VMWare Server Konsole ist durch eine webbasierte GUI ersetzt. Der zugehörige Webserver läuft unter den Ports 8222 (http), 8333 (https) und 902 (für remote Connections, vermutlich mit dem alten Fat Client?, habs nicht probiert).

Nach dem Aufruf der URL erhält man folgende GUI. Die Optik ist der der alten Konsole durchaus ähnlich:

Die webbasierte Administationsoberfläche von VMWare Server 2.0. (Nein, ich habe keinen Rechner mit 6,4GHz. Eventuell
werden die gerade aktuellen GHz-Werte des Quad-Cores aufaddiert oder die Zahl ist einfach falsch)

Unter dem Reiter „Console“ kann auf die VM zugegriffen werden. Die Webanwendung möchte dazu ein Plugin im Firefox installieren, was ich gemacht habe. Direkt danach kann man auf die VMs zugreifen. Das Handling ist gefühlt deutlich besser.

Hier habe ich zwei VMs gestartet, meine Windows XP-Installation und eine gerade laufende OpenSuse-Server-Installation.
Wie man am ksensors-Fenster erkennen kann, brauchen 2 Gäste und der Host zusammen nur 1097MB Speicher.

Erstes Fazit

Der RC2 vom VMWare Server 2.0 Beta läuft bei mir problemlos. Es gab keinerlei Abstürze, Einfrieren von VMs etc. Diese hatte ich unter KDE4.0 mit VMWare Server 1.0.6 am laufenden Band.