Linux auf dem Mainboard ASRock N68-VS3 UCC

Ich habe dieses Micro ATX Mainboard als günstiges Bundle mit 4GB RAM und einer AMD AMD Athlon X2 3,3GHz Dual Core CPU gekauft. Es dient als Mainboard für meinen Wohnzimmer-PC, der in einem (relativ) schicken Gehäuse leise seinen Dienst tut – Filme abspielen, Fernsehen.
Vorteile des Boards für mich:

  • Ein PCI Slot für vorhandene ältere Karten (non PCI-Express)
  • EIn PATA-Header vorhanden für ältere Festplatten (Non SATA)
  • NVidia Grafik-Chip on Board
  • Sehr günstig

Ich habe das Bundle in ein vorhandenes Gerät eingebaut, vorher war ein ATX Board installiert. Die Bohrungen des Mainboards sind so verteilt, dass die Gewinde des ATX-Mainboards verwendet werden können.

Das N68-VS3 besitzt eine 24-poligen Netzteilbuchse. Mein altes Netzteil aber nur einen 20 poligen Stecker. Wenn man den Stecker linksbündig einsteckt, funktioniert das aber trotzdem.
Allerdings habe ich in einem Anfall geistiger Umnachtung den Stecker zunächst falschherum eingesteckt. Nach Einschalten des Geräts nahm ich leichten Geruch zu heisser Elektronikteile wahr, außerdem konnte man im Netzteil ein seltsames Sirren hören. Der Computer konnte ich nicht mehr einschalten. Nach Prüfung der Anschlüsse stellte ich meinen schrecklichen Fehler fest. Ich war geschockt, hatte ich das neue Board sofort selbst zerstört? Mit einem schnell herbeigeschafften zweiten Netzteil konnte ich den Rechner dann einschalten. Fazit: freundlicherweise war nur das Netzteil kaputtgegangen, nicht das Mainboard.

Auf der Platte des Geräts befand sich noch ein installiertes OpenSuse für das alte Board (OpenSuse 32Bit, Pentium 4, Nouveau Treiber für NVidia Karten). Dieses Linux lies sich ohne jede Änderung booten, nur die Netzwerkkarte musste korrigiert werden (alte löschen, neue automatisch konfigurieren lassen), fertig. Alles funktionierte, selbst die kritischen Youtube-Videos im Vollbildmodus.

Im folgenden ein paar Bilder des Boards.


Bei MicroATX ist das dominierende Bauteil die CPU+Kühler.

 


Board-Rückseite. Rechts der PCI-Slot

 

 


Im Vordergrund 4xSATA, 1xPATA Anschlüsse

 


Die 2 Slots für RAM, einer mit 4GB belegt

 

 

 

 

 

Installation von OpenSuse 12.1, 64 Bit

Die Installation eines wirklich passenden Linuxes musste noch nachgeholt werden.
-to be done-

Autofs einrichten (OpenSuse Leap)

Dieser Artikel beschreibt die Konfiguration von Autofs in OpenSuse Leap für einen kleinen NAS-Storage von Synology.

Seit kurzem bin ich Besitzer einer Synology DS216j Diskstation. Diese erlaubt bis zu zwei Harddisks mit insgesamt 16TB in einem kleinen Gehäuse. Das Betriebssystem der Diskstation ist eine Linuxvariante und wurde von Synology
sehr schön auf den Anwendungsfall NAS spezialisiert.

Die Diskstation kann die Dateisysteme auch per NFS exportieren, das war für mich kaufentscheidend. (Für Windows und Macs sind auch passende Protokolle verfügbar, habe ich aber beides nicht im Einsatz).

Die zu exportierenden Verzeichnisse werden mit dem Synology Control Panel exportiert (Punkt NFS Permissions). Dieses Thema ist in den Synology Foren gut beschrieben.

Ob das Exportieren funktioniert hat, kann man mittels „showmount“ prüfen:

showmount --exports diskstation

gibt bei mir:

Export list for diskstation:
/volume1/misc *
/volume1/video *
/volume1/photo *
/volume1/music *
/volume2/misc2 *

Man könnte nun händisch mounten (mount diskstation:/volume1/misc /mnt) oder per /etc/fstab fest eintragen.
Ersteres nervt auf Dauer. Zweiteres kann Probleme machen, wenn die Diskstation nicht eingeschaltet ist aber beim Booten des PCs gebraucht wird.

Am allerschönsten ist die Verwendung von autofs. Dazu geht man wie folgt vor (OpenSuse Leap vorausgesetzt).

Autofs ist defaultmäßig schon vorhanden, es ist nichts zu installieren. Daher sind nur die Konfigurationsdateien anzupassen.

Autofs erlaubt es beliebige Netzwerk (NFS-) Ressourcen dynamisch bei Bedarf einzubinden. Wenn die Verbindung einige Zeit nicht benutzt wird, wird diese dynamisch auch wieder gelöst. Die Ressource muss auch erst dann zur Verfügung stehen, wenn sie eingebunden wird (und nicht z.B. beim Booten). Wenn man „viele“ Ressourcen im LAN hat, die nicht immer eingeschaltet sind ist autofs daher ideal.

Die Diskstation hat den DNS-Namen diskstation. Exportiert werden von ihr folgende Verzeichnisse:

/volume1    
    /music    
    /video
    /photo
    /misc 
/volume2
     /misc2

Die nutzende Client-Maschine wird dann beispielhaft wie folgt konfiguriert.

Die Datei /etc/auto.master verweist auf Dateien, welche die Informationen zu den beiden Volumens enthalten. In auto.master steht nur:

/net/volume1 /etc/auto.diskstation.volume1
/net/volume2 /etc/auto.diskstation.volume2

Obiges bedeutet, das wenn man einen Pfad eingibt der Art „/net/volume1/blabla/“ autofs die Datei auto.diskstation.volume1 konsultiert. Diese Datei sieht bei mir so aus:

music      -rw          diskstation:/volume1/music
video      -rw          diskstation:/volume1/video
photo      -rw          diskstation:/volume1/photo
misc       -rw          diskstation:/volume1/misc

auto.diskstation.volume2 sieht so aus:

misc       -rw          diskstation:/volume2/misc2

Damit weiss autofs, was es tun soll. Wenn man z.B. eingibt „cd /volume1/music“ wird der Export /volume1/music der Diskstation automatisch gemounted und ist verfügbar.

Im lokalen Dateisystem habe ich manuell folgende Verzeichnisse angelegt:

/net
     /volume1
                 /music
                 /video
                 /photo
                 /misc
     /volume2
                 /misc

autofs muß nun noch als Dienst gestartet werden. Er läuft standardmässig nicht.  Yast -> System -> Dienste-Verwaltung. Hier auf „Aktiviert/Aktiv“ schalten. Restarten von autofs:    service autofs restart .

Damit ist alles vorbereitet.

Werden die Mounts eine Zeitlang nicht genutzt, werden die Mounts automatisch rückgängig gemacht.

Fazit: mittels autofs können gerade NAS-Speicher, die nicht immer eingeschaltet sind, flexibel eingebunden werden.