OpenSuse 11.3 auf Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad Core CPU Q6600

Im folgenden ist die Installation von OpenSuse 11.3 auf der hier genauer beschriebenen Hardware beschrieben. Da ich die Installation für 11.2 und 10.2 ausführlich beschrieben habe, hier nur kurze Ergänzungen.W

Installation

Die Installation erfolgte auf der hier erwähnten Hardware. Die HW-Konstellation des Rechners sieht wie folgt aus:

  • Onboard Audio (Intel HDA). Audiochip ist ein Realtek ALC889A.
  • Onboard LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig)
  • Dazu:
    • PCIExpess Grafikkarte MSI N520GT nVidia (GeForce GT520 GPU) an 2 x 1600×1200 TFT Monitoren.
    • älterer SCSI-Controller (PCI)
    • eine interne IDE-pLatte (300GB) fürs System, zwei interne eSATA-Platten (500GB /home und 1TB für Daten). Eine 1TB-Platte externe eSATA für Backups

Die Installation der Pakete erfolgte in ca. 30 Minuten. Eine Standard-Installation läuft sauber und ohne Ereignisse durch; Danach erfolgt ein Reboot. Als nächstes erfolgte die Hinzunahme der Community-Repositories (Packman und NVidia). Danach Installation vieler zusätzlichen Pakete:

  • evince und xpdf
  • thunderbird
  • mplayer
  • ffmpeg
  • avidemux2_gtk
  • grip
  • cdparanoia
  • lame
  • inkscape
  • mirror
  • audacity
  • timidity
  • xmms2 mit normalize-Plugin
  • audacious
  • mpg123
  • hugin
  • kompozer
  • zip
  • p7zip
  • subversion
  • ksdesvn
  • gcc und g++
  • make
  • avrdude
  • avrlibc (muß per Hand nachinstalliert werden, z.B. Version 1.6.7)
  • gcc-avr
  • termcap(für Nutzung der RS232 Schnittstellen durch kermit)
  • minicom (Alternative zu kermit ohne das /var/lock-Problem)
  • kermit (leider nicht mehr via YaST möglich, RPM von hier: http://fr2.rpmfind.net//linux/RPM/opensuse/11.1/x86_64/ckermit-8.0.211-95.58.x86_64.html)
  • libopenssl0_9_8: wird in 11.3 von kermit gebraucht
  • libvdpau (HD Video Ausgabe für NVidia)
  • libdvdcss
  • update-alternatives (für Java Wechsel zwischen OpenJDK und Sun Version)
  • Sun Java JRE und JDK
  • Microsoft Font RPM
  • Virtualbox
  • Maven
  • libpng12, pangomm
  • subversion-server
  • x11-video-nvidiaG02 für die Grafik-Karte

Zusammenfassung: Erfahrungen mit OpenSuse 11.3

Die Installation ist genauso simpel wie die von 11.2. Als Power User brauche ich halt einige zusätzliche Dinge, das ist OpenSuse nicht anzukreiden.

Schade ist, dass einige Dinge (xmms, kermit, avrlibc) nicht mehr einfach als RPM bei OpenSuse vorliegen sondern woanders beschafft oder gar kompiliert werden müssen.

OpenSuse 11.2 auf Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad CoreCPU Q6600

Im folgenden ist die Installation von OpenSuse 11.2 auf der hier genauer beschriebenen Hardware beschrieben.

Beschaffung der Software

Die Installation kann als DVD vom OpenSuse Server heruntergeladen werden. Neben der Live-Variante ist meiner Meinung nach die DVD das interessanteste Medium, da praktisch alles relevante da schon drauf ist. Mittels Vuze/Azureus und einer 6MBit-Verbindung ist die DVD in ein paar Stunden da.

Installation

Die Installation erfolgte auf der erwähnten Hardware. Die HW-Konstellation des Rechners sieht wie folgt aus:

  • Onboard Audio (Intel HDA). Audiochip ist ein Realtek ALC889A.
  • Onboard LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig)
  • Dazu:
    • PCIExpess Grafikkarte nVidia FX7300GT von MSI mit 2 x 1600×1200 TFT Monitoren.
    • Eine zweite 1GBit-LAN-Karte (PCI)
    • SCSI-Controller (PCI)
    • Drei interne eSATA-Platten (1x75GB für System, 500GB /home und 1TB für Daten)

Die Installation der Pakete erfolgte in ca. 30 Minuten. Eine Standard-Installation läuft sauber und ohne Ereignisse durch; Danach erfolgt ein Reboot. Als nächstes erfolgte die Hinzunahme der Community-Repositories (Packman und NVidia). Danach Installation vieler zusätzlichen Pakete:

Bis hier wird das Bild nur auf einem Monitor vernünftig ausgegeben, auf dem anderen (analoger Ausgang) erscheinen nur seltsame Sachen. Für Multimonitorbetrieb braucht man noch den passenden Treiber, den gibts im NVidia-Repositiory. Diesen passend zum installierten Kernel auswählen und auch das Tool „nvdock“ installieren. Nach der Installation des Treibers neu booten, so daß der Treiber vom Kernel geladen werden kann. Mittels „nvdock“ (das als root gestartet werde muß, da es /etc/X11/xorg.conf neu schreibt) die beiden Monitore aktivieren und die Änderungen speichern. Danach nvdock nicht mehr als root laufen lassen, sondern mit normalen Nutzerrechten (man brauchts aber nur für Konfigurationsänderungen an den X Displays). Danach Reboot (oder X neu starten). Nachdem der Rechner nun am Netz hing, habe ich zunächst eine komplette Online-Aktualisierung gemacht, die völlig unproblematisch verlaufen ist.

Die Druckereinrichtung (für den Netzwerkdrucker HP LaserJet 2200) geht via Verbindungsassistent-Dialog. Der Drucker hat eine Duplexeinheit und >20 MByte Speicher, was man im Einrichtungsdialog vermerken kann.

Ich habe erstmalig die Default-Netzwerkeinstellungen von OpenSuse so gelassen (also auf DHCP). Mein Router vergibt für eine MAC die er kennt ohnehin immer dieselbe IP-Adresse, eine Fixierung im Rechner brauchts da nicht.

Als Fensteroberfläche wird KDE 4.3.1 installiert. Der Kernel ist ein 2.6.31.

OpenSuse 11.2 auf Gigabyte GA-G33-DS3R
Screenshot meines 3200×1200 großen Desktops während der Installation

Diverse Kleinigkeiten in Ordnung bringen

amarok rennt durch die Playlisten und gibt keinen Ton von sich: Hier schlägt das Problem der reinen OSS-Version von OpenSuse durch. Man braucht einen nicht kastrierten amarok und alle erforderlichen Codecs. Wie man ganz einfach daran kommt, so dass die ganzen seltsamen Probleme gar nicht erst auftreten, ist hier beschrieben: http://opensuse-community.org/Restricted_Formats Direkt nach der Re-Installation von amarok und diverser Codecs funktioniert amarok so wie er soll. Und endlich geht auch die Verbindung zu lastfm wieder, die ja in der 2.0.* Version von amarok leider nicht ging…

k3b findet CSD / DVD Brenner nicht: Dies ist ein Rechteproblem. Checke wie das CD/DVD-Laufwerk heisst:

dennis@socraggio:~> dmesg|grep -i sr0
[25.443921] sr0: scsi3-mmc drive: 48x/48x writer cd/rw xa/form2 cdda tray[   25.444040] sr 8:0:0:0: Attached scsi CD-ROM sr0

Aha, es ist /dev/sr0. Wie stehts da mit den Rechten?

dennis@socraggio:~> ll /dev/sr0
brw-rw----+ 1 root cdrom 11, 0 28. Jan 16:14 /dev/sr0

Der k3b-Nutzer muß also in der Gruppe „cdrom“ sein. Dies erledigen mittels YaST > Sicherheit und Benutzer und dort für den Nutzer die Gruppe mit anhaken. Dann entweder aus- und einloggen oder in der shell mittels „newgrp“ explizit die neue Gruppe setzen. Von der Shell aus kann dann k3b erfolgreich gestartet werden.

dennis@socraggio:~> newgrp cdrom
dennis@socraggio:~> k3b

Einige Dienste möchte ich beim Booten mitgestartet haben, dies kann man mit Yast -> Runlevel Editor einstellen:

  • nfs server und client
  • apache2
  • svnserve
  • smb

Aus Faulheit kopiere ich mir auch den individuellen Teil meiner alten /etc/hosts wegen Host-Namen etc. in die neue Installation.

Apache2 „wie vorher“ in Betrieb nehmen: Zunächst das httpd-Modul in Yast installieren (system-config-httpd) und das Apache Subversion-Modul (subversion-server), mittels Yast. Ich kopiere dann die vorhandenen Apache2-Konfigdateien, vor allem die ganzen vhosts-Definitionen, an dieselbe Stelle im neuen Dateibaum (/etc/apache2).

Außerdem /etc/sysconfig/apache2 erweitern: In Textzeile mit APACHE_MODULES noch DAV und Subversion Module mit aufnehmen:

APACHE_MODULES="actions alias auth_basic authn_file authz_host authz_groupfile authz_default authz_user autoindex cgi dir env expires include log_config mime negotiation setenvif ssl userdir php5 mod_dav mod_dav_svn"

Nach einem Apache-Restart sind die virtuellen Webserver alle wieder vorhanden.

Für meine Backups, die ich per rsync auf eine externe eSATA-Platte mache, muß noch der Mount-Point /backup1 eingerichtet werden. Ein Test des Backups ist danach erfolgreich.

Anzeige von Nutzer-Icons beim KDE Login-Screen: Hier muss die Konfiguration des KDMs verändert werden,

Die Benutzer-Icons des KDM Logins sind weg und werden wie folgt wiederhergestellt:
Alle Nutzericons liegen im Nutzerverzeichnis unter dem Namen $HOME/.face.icon im PNG-Format mit den Abmessungen von ca. 62×62 Pixeln. In /opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc (KDE3) bzw. /usr/share/kde4/config/kdm/kdmrc (KDE4) muss die Zeile „FaceSource=“ angepasst werden wie folgt:

# „PreferUser“ – … and the other way round
# „UserOnly“ – from the user’s $HOME/.face[.icon]
# Default is AdminOnly
FaceSource=PreferUser

Danach tuts.

Für Scanner-Konfiguration komplettes altes sane.d Verzeichnis nach /etc kopieren.

NTP Client konfigurieren: Dieses Thema verwirrt mich bei Installationen von OpenSuse immer wieder aufs neue. Die Yast-Dialoge reden dauernd von „Server einrichten“ wenn es darum geht, den Client zu konfigurieren. YaST > NTP-Einrichtung > Hinzufügen > Server , im folgenden Dialog „Auswählen“ wählen und einen öffentlichen Server (den Default) auswählen. Danach ist der NTP-Client konfiguriert, ein Neustart des NTP-Services setzt dann die korrekte Zeit.

NFS Server inklusive YaST Modul muß nachinstalliert werden. Alte /etc/exports wiederverwenden.

avrdude darf nicht auf die serielle Schnittstelle schreiben: Ein Rechteproblem, ich bin nicht in der richtigen Gruppe. Welche Gruppe gehört die serielle Schnittstelle?

 socraggio:/home/gast # ll /dev/ttyS1
 crw-rw---- 1 root dialout 4, 65 28. Jan 16:14 /dev/ttyS1

Der Nutzer muss also in der Gruppe „dialout“ sein. Dies erledigen mittels YaST > Sicherheit und Benutzer und dort für den Nutzer die Gruppe mit anhaken. Dann entweder aus- und einloggen oder in der shell mittels „newgrp“ explizit die neue Gruppe setzen.

Zusammenfassung: Erfahrungen mit OpenSuse 11.2

Die Installation ist bisher die einfachste aller OpenSuse Installationen gewesen. Meinen Desktop-Rechner nutze ich schon als Power-User mit vielen Anforderungen, daher sind diverse Nacharbeiten notwendig. Ich habe OpenSuse 11.2 auch auf einem Acer-Notebook installiert, da war fast nichts nachzuarbeiten.

OpenSuse 10.2 auf  Gigabyte GA-G33-DS3R mit Core 2 Quad Core CPU Q6600

Hardware

Nach drei Jahren Leben mit einem laut rauschenden Prescott mit 3Ghz, der unter Last (als Komplett-PC) 220 Watt verbraucht hat, beschloss ich, im August 2007 die Hardware zu erneuern. Als CPU wählte ich den Einstiegs-Quad Core Q6600 mit 4×2,4 Ghz.

Core 2 Quad Q6600

Quad Core CPU von oben und von unten gesehen

 

Das Motherboard ist ein ziemlich neues Gigabyte GA-G33-DS3R, welches einen FSB von bis zu 1333Mhz unterstützt. Der G33 Express Chipset (Northbridge) ist in etwa ein P35 Chipset mit integrierter Graphik-Funktionalität die Intel GMA 3100 nennt. Der Chip ist Aero-fähig, für tolle 3D-Spiele aber nicht zu gebrauchen und soll 14 Watt verbrauchen. Da ich nicht spiele, für mich kein Problem. Ins Board passen bis zu 8GB, ich baue 2GB ein. Das Board besitzt eine ICH9R Southbridge, 8 RAID-fähige SATA2-Anschlüsse, 4 PCIe-Ports (davon einer 16x), 3 PCI-Ports. Audiochip ist ein Realtek ALC889A. LAN nutzt den Realtek RTL 8111B (Gigabit-fähig).

Dem Board fehlt ein serieller Anschluss (ein serieller Header ist vorhanden).

Das Gigabyte Motherboard. Links unten die Sata-Anschlüsse und der IDE-Anschluss.

Ich installiere zunächst RAM und CPU. Nach Installation des Motherboards im Gehäuse setze ich den Kühler auf die CPU. Wegen des hohen Einpressdrucks biegt sich das Board dabei ziemlich, ich hätte den Kühler entgegen der Anweisung des Handbuchs besser vor Einbau des Boards im Gehäuse aufgesetzt. Das Motherboard macht ansonsten einen guten und stabilen Eindruck. Ich installiere noch ein zugekauftes Slotblech für den seriellen Anschluss. Das mitgelieferte Slotblech zum Anschluss zweier externer SATA-Platten lasse ich erstmal weg.

Quad Core Kühler

Q6600 in Fassung
Der CPU-Kühler und die im Board eingesetzte CPU

Als Platten kommen zwei SATA-Platten (80 und 500GB) ins Gehäuse. Ein NEC DVD-Brenner kommt hinzu. Floppy-Laufwerk lasse ich erstmals ganz weg.

Installation

Ich entscheide mich aus einem Bauchgefühl heraus dazu, die 32Bit-Version von Linux zu installieren. Auf der Website wird allerdings die 64Bit-Version empfohlen. Schon am Anfang der Installation wird nach Laden des Kernels das DVD-Laufwerk nicht mehr gefunden. Der Rechner wechselt in den Textmodus, man befindet sich im Programm linuxrc. Suche im Internet zeigt, dass das Problem bei neueren Motherboards auftritt. Das DVD-Laufwerk ist via IDE angeschlossen. Die Southbridge ICH9R besitzt keinen eigenen IDE-Support mehr. Diese Funktion wird dann von einem weiteren Chip, bei mir der Jmicron 368(xxx), erledigt. Davon weiß der IDE-Treiber jedoch nichts, daher ist plötzlich das DVD-Laufwerk weg. Ich habe das Problem lösen können, indem ich in linuxrc den Bereich Module laden -> IDE selektiert habe. Dort habe ich das Modul pata_jmicron geladen, als extra Kernel-Parameter module=ide-generic angegeben und die Installation fortgesetzt. Die DVD wurde nun erkannt. Die im Gerät eingebaute Graphikkarte wird leider nicht in voller Schönheit erkannt. Linux wählt einen VESA-konformen Framebuffer für den X Server in der Auflösung von 1280×1024. VESA ist sehr langsam und bei meiner TFT-Auflösung von 1600×1200 auch hässlich. Suche im Internet zeigt, dass der neue G33-Chip erst nach Kernel 2.6.20 ordentlich oder überhaupt erkannt wird, OpenSuse 10.2 hat aber nur 2.6.18. Ich laufe nochmal zum Computerhändler und kaufe eine Nvidia 7300GT von MSI. Mit dieser Karte gibt es erwartungsgemäß keine Probleme, sie wird sauber erkannt und eingebunden.

NVidia FX7300GT von MSI
Die Grafikkarte nVidia FX7300GT von MSI, passiv gekühlt.

 

Leider wird auch der interne Soundchip nicht erkannt. Das Board ist vom Frühjahr 2007, also doch etwas zu neu für OpenSuse 10.2, das, wenn ich mich recht erinnere von Ende 2006 ist.

Auch ein vollständiger Online-Update bringt nichts. Ich habe von einem anderen Rechner noch meine Soundblaster Live! 24Bit übrig, die ich ins Gerät stecke, auch hier gibt es dann keine Probleme mehr. Allerdings müssen alle Nutzer in die Gruppe audio aufgenommen werden, sonst können sie auf die Geräte in /dev nicht zugreifen (sie gehören User root, Gruppe audio und Lese/Schreibrechte sind nur für die Gruppe, nicht für die Welt definiert). Bei xmms funktioniert der Lautstärkeregler nicht.

Soundblaster Live 24 Bit
Die Soundkarte Soundbaster Live! 24Bit

Nach der Installation fehlen die üblichen Programme, die ich nachinstalliere.
Dies sind:

  • xmms mit mpg123 und mpg321 Codecs
  • mplayer – Videoplayer und Encoder
  • avidemux2 – Videoschnittprogramm
  • inkscape – Vektorbasiertes Zeichenprogramm
  • mirror – Skripte fürs mirroring von Dateien
  • lame – mp3 Encoder
  • kompozer – Web Editor
  • timidity – Midi Sequenzer
  • audacity – Audioeditor
  • vmware Server – Virtualisierungslösung
  • googleearth
  • gtk-gnutella – Download Programm
  • Azureus
  • ffmpeg

Open Office und Gimp sind defaultmäßig schon installiert. Desweiteren entferne ich die üblichen Pakete, die ich nicht haben will, von der Maschine:

  • Mono und alles was davon anhängt
  • beagle und Konsorten
  • Zenworks

Bis auf gtk-gnutella, vmware und googleearth kann alles per Yast bequem installiert werden. gtk-gnutella muss von den Sourcen compiliert werden, hier kann man mittels make -j 4 schon mal sehen, wie die 4 Kerne in der CPU rennen. Meine vorhandene Version des VMWare Servers lief nicht mehr, ein Update auf die neueste Version brachte dann aber den Erfolg.

Kpowersave zeigt den momentanen Zustand der CPU (Frequenzen) an.


4 CPUs bei stromsparenden 1,6Ghz

Ein Performancetest mit Videoencoding zeigt, dass der Rechner locker 2,5mal schneller ist als mein alter Prescott. Mir fällt dabei aber trotzdem unangenehm auf,  dass das Encoding alle 5-8 Sekunden kurz stehen bleibt für 1-2 Sekunden. Ein Test mit hdparm /dev/hda und /dev/hdc bringt es an den Tag: Der DMA-Modus ist bei den Platten nicht eingeschaltet, es könnte also noch deutlich schneller gehen! Und der DMA-Modus lässt sich auch nicht einschalten, beim Versuch gibt es Fehlermeldungen:

socraggio:/home/dennis # hdparm -c1d1 /dev/hda /dev/hda: setting 32-bit IO_support flag to 1 setting using_dma to 1 (on) HDIO_SET_DMA failed: Operation not permitted IO_support   =  1 (32-bit) using_dma    =  0 (off)

Effekt ist, dass die Platten, die sonst über 50 MB/s bzw. über 80MB/s bringen, jetzt bei 0,5-8 MB/s herumdümpeln.

socraggio:/home/dennis # hdparm -tT /dev/hda
/dev/hda: 
Timing cached reads:   8234 MB in  2.00 seconds = 4121.45 MB/sec 
Timing buffered disk reads:    2 MB in  3.83 seconds = 535.35 kB/sec 

socraggio:/home/dennis # hdparm -tT /dev/hdc 
/dev/hdc:  
Timing cached reads:   7614 MB in  2.00 seconds = 3810.42 MB/sec  
Timing buffered disk reads:   24 MB in  3.20 seconds =   7.50 MB/sec

Da ist die CPU flotter mit dem Komprimieren als die Platten mit dem Wegschreiben, daher die Pausen während der Kompression. Herumgooglen bringt einiges zu Tage, aber nichts brauchbares. Tiefgehende Experimente mit IDE-Treibern etc. kann ich mir zeitmässig dann doch nicht leisten.
Da der Kernel ab 2.6.20 aber angeblich mit den neuen Chipsätzen von Intel umgehen kann und OpenSuse 10.3 mindestens einen 2.6.22-Kernel haben wird, werde ich mit den lahmen Platten bis zum Oktober leben, dann kommt OpenSuse 10.3 heraus.

Die Benutzer-Icons des KDM Logins sind weg und werden wie folgt wiederhergestellt:
Alle Nutzericons liegen im Nutzerverzeichnis unter dem Namen $HOME/.face.icon im PNG-Format mit den Abmessungen von ca. 62×62 Pixeln. In /opt/kde3/share/config/kdm/kdmrc muss die Zeile „FaceSource=“ angepasst werden wie folgt:
# „PreferUser“ – … and the other way round
# „UserOnly“ – from the user’s $HOME/.face[.icon]
# Default is AdminOnly
FaceSource=PreferUser

Danach kommen die Icons wieder. Siehe auch hier.

Ich habe auf derselben Hardware auf einer freien Partition auch OpenSuse 10.3 Beta und RC installiert. Dort trat dann das DMA-Problem nicht mehr auf, auch das Problem mit der DVD-Erkennung während der Installation ist in 10.3 gelöst.

Stromverbrauch

Beim Stromverbrauch hält sich der Quad Core angenehm zurück. Ich messe mit einem ganz einfachen Strommesser den Gesamtverbrauch des Rechners ohne Monitor. Im Leerlauf werden 83 Watt verbraucht, bei normalen Arbeiten 90..105 Watt und unter Volllast (Videokompression mit 4 Threads, bei dem alle vier Cores am Arbeiten sind 123 Watt.
Im Vergleich dazu: mein alter Prescott Pentium 4 3Ghz hat mit demselben Netzteil (welches einen hohen Wirkungsgrad besitzt) im Leerlauf 117 Watt und unter Volllast 180 Watt verbraucht. Mit einem billigen Standardnetzteil hatte der Prescott sogar 134 Watt im Leerlauf und 224 Watt unter Volllast gebraucht.