OpenSuse 10.2 Linux auf dem Amilo Li 1818

Allgemeines

Die Amilo-Familie kommt mit zahlreichen Konfigurationen daher. Mein Amilo Li 1818 ist ein Notebook mit großen 17 Zoll Wide Screen 1440×900, einem Core 2 Duo Prozesser T5300 (2×1,73 Ghz) und im meinem Fall 2GByte RAM und 160GByte Harddisk. Da nur ein einfacher Graphik Chip (Intel Graphics Media Accelerator 950) verbaut ist, kann man 3D Spiele nicht oder auf jeden Fall nicht mit Genuss spielen. Windows Vista’s Aero läuft allerdings problemlos auf dem Amilo.
Da ich kein Computerspieler bin, ist dass für mich kein Problem. Eine wenig leistungsfähige Graphikkarte heißt gleichzeitig, dass das Notebook weniger Strom verbraucht.

Hinweis vorab: Das WLAN ist mit diesem Computer unter eine 64-Bit Linux m.E. nicht zum Laufen zu bekommen, da geeignete 64 Bit Treiber fehlen.


Amilo, hier noch mit Vista

Der Amilo kommt mit Vista Premium installiert. Ein Kauf ohne Betriebsystem war leider nicht möglich, ich hätte auf Windows verzichtet (wie schon beim Dektop-PC) und Linux genommen.

Der Amilo erlaubt es per Schalter am Gehäuse, das WLAN abzuschalten, finde ich sehr gut. Weniger gut ist, dass kein serieller und kein paralleler Anschluss vorhanden ist. Infrarot gibt es auch nicht mehr und auch keinen PS/2-Anschluss für Maus und Tastatur. Schade, das hat mein Dell Latitude alles gehabt.

Der Amilo kommt mit Vista Premium installiert. Ein Kauf ohne Betriebsystem war leider nicht möglich, ich hätte auf Windows verzichtet (wie schon beim Dektop-PC) und Linux genommen.

Der Amilo erlaubt es per Schalter am Gehäuse, das WLAN abzuschalten, finde ich sehr gut. Weniger gut ist, dass kein serieller und kein paralleler Anschluss vorhanden ist. Infrarot gibt es auch nicht mehr und auch keinen PS/2-Anschluss für Maus und Tastatur. Schade, das hat mein Dell Latitude alles gehabt.

Amilo WLAN Schalter
WLAN-Schalter (sowie Audio In/Out-Buchsen)

OpenSuse Installation, 1. Versuch

Beim ersten Partitionieren an Anfang der OpenSuse Installation lässt sich am Ende die von OpenSuse vorgeschlagene Neupartitionierungstabelle nicht auf der Platte abspeichern, es gibt eine Fehlermeldung von fdisk. Anschliessendes Testen von Windows Vista zeigt, dass dieses nicht mehr bootet. Na toll.

Neuinstallation Windows Vista von der Recovery CD

Ich mache eine Neuinstallation Windows Vista von der Recovery CD. Bei der Gelegenheit definiere ich eine 70GB-Partition für Windows und lasse die restliche Harddisk frei. Die Installation funktioniert ohne Probleme. Ich sehe im Nachhinein, dass Vista eine weitere kleine Partition von 11G angelegt hat (eine Recovery-Partition?).Fehlende Treiber können von der beigelegten Treiber-Disk in einem Aufwasch nachinstalliert werden.

Danach gehen Audio-Aufnahmen nicht mehr, ich lade bei Realtek den Treiber für HDEFAUDIO XXX nach und installiere diesen. Danach gehen auch Audio-Aufnahmen. WLAN tut leider auch nicht, ich lade bei Fujitsu-Siemens den Treiber xxx
nach, danach geht auch WLAN. Nachdem also Windows wieder tut, versuche ich es nochmal mit Linux.

OpenSuse Installation, 2. Versuch

Der 2. Installationsversuch mit OpenSuse 10.2 läuft dann in ca. 2h sauber durch. Der 1440×900-Modus lässt sich per Yast nicht einstellen. Ich mache erstmal einen Online-Update von OpenSuse und lasse alle bisher aufgelaufenen Patches und Updates installieren. Das dauert dann nochmal ca. 2h. Danach kann ich den 1440×900-Modus in Yast einstellen. Mittels Yast lege ich die
Netzwerkdaten fest und kann meinen im Netzwerk vorhandenen Drucker eintragen. OpenSuse läuft flott und bis auf das WLAN kann ich die komplette Hardware nutzen.

Leider gibt es wieder ein Problem: Vista bootet nicht mehr. Die Fehlermeldung ist von der Art „BOOT MANAGER NOT FOUND“ beim Bootversuch von der Vista Partition. Ich nehme an, dass Grub etwas falsch gemacht hat. Das Problem löst sich aber mithilfe der Recovery CD, bei der man über „Reparaturoptionen -> Wiederherstellen oder so XXX “ dn Bootsektor und MBR von Vista wiederherstellen kann. Danach kann man über das Grub Boot-Menü auch Vista ordentlich starten.

Im Internet habe ich  gesehen, dass man OpenSuse vor Vista installieren soll, dann gebe es diese Probleme nicht.

Performance

Der Amilo Li 1818 ist flott. Ich habe ihn bezüglich Videodatenkonversion mit meinem Desktop-Rechner verglichen, der Amilo ist schneller.

Konversion eines MPEG2-Videos 720×576 Pixel mit Stereo Audio Spur in ein XVID-Video mit ebenfalls 720×576 Pixeln und 192 KBit MP3 Stereo. (Konversion unter OpenSuse 10.2 mit mencoder).

CPU Taktfrequenz RAM Prozessorname Geschwindigkeit
Pentium 4 2.26Ghz 1GB Northwood 29 fps
Pentium 4 3.0Ghz HT 2GB Prescott 40.8 fps
Core 2 Duo T5300 1.73Ghz 2GB Merom 2 47.54 fps

-> Der Dual Core ist ca. 20% schneller als der 3Ghz-Prescott, obwohl er nur mit ca 55% Taktfrequenz läuft.

Stromverbrauch

Der Amilo braucht im Standby (am Netzteil gemessen) 9VA, im Betrieb 35-48 VA je nach Belastung. Über 24h gemessen (Stundenweise im Betrieb, Akku laden etc.) werden 0,2KWh verbraucht, im Jahr also ca. 70KWh.
Zum Vergleich: Mein alter Dell Latitude mit Pentium 3 und 15 Zoll TFT hat 36 Watt im Leerlauf und unter Last bis zu 51 Watt verbraucht. Damit schlägt sich der Amilo mit seinem großen TFT, der sicher viel Strom zieht, hervorragend.

Sonstiges

Amilo-Forum

Fujitsu Siemens Website für Treiber etc.

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