Innenansicht TI Voyage 200

Hier ein paar Fotos von einem geöffneten TI Voyage 200.

256KB RAM, 4MB Flash ROM, 68000 CPU mit 12Mhz getaktet. 240×128 Pixel BW-Display. Ausführlichere Infos bei Wikipedia nachlesbar.

Mittels GNU C Compiler und Assembler in C bzw. 68K Assembler zu programmieren (Siehe TIGCC).

Der TI Voyage 200 enthält als interessantesten Chip den MC68SEC000AE16. Dies ist eine moderne, stromsparende Variante der Uralt-CPU 68000 von Motorola. Alleine schon deswegen musste ich einen solchen kleinen Rechner haben 🙂

Der TI Voyage 200 lässt sich übertaktet betreiben, dazu muss ein SMD Kondensator ausgetauscht werden. Ganz unten in einem Bild ist das etwas ausführlicher beschrieben. Anlässlich des Austauschs habe ich einige Fotos gemacht.


Gesamtansicht, bisserl dunkel…

 


Oben Expansion Port Anschluss

 


Oben links und rechts: Display Flachkabel Anschlüsse. Oben rechts: Kommunikationsanschluss.

 

 

 


TI ASIC. Oben links ein Flash Speicher.

 


Display Kabel

 


Display Kabel oben

 


MC68000 rechts im Bild

 


MC68000 hier links unten. Oben links ein Flash ROM, die beiden Bausteine rechts sind RAMs.

 


Kleinere Bausteine: 74HC14A, Der LP324M ist vermutlich eine LM324 Variante (4-fach OpAmp). Links 32,768 Khz Uhrenquarz

 

 


U13 (BCX FZ3) ist vermutlich ein Spannungsregler, die beiden Gold-Pads in der Mitte sind die Batteriekontakte. Die Transistoren rechts dienen als Treiber für den Expansion Anschluss.

 


Oben links: Treiber 74HCT244, für den Expansion Anschluss

 


Hier die beiden RAMs: BS62LV102. Dies sind 128K x 8 Bit CMOS SRAM. Daher kommen die 256KB RAM.

 


Der ASIC Chip von TI

 


Das Flash ROM, ein 28F320. 32 MBit organisiert in 32 x 128 KByte, also 4MByte Flash Speicher.

 

 


In voller Schönheit: MC68SEC000AE16

 

Übertaktung des Voyage 200: Im Bild dargestellt der 68000. Sein Takt von Original 12MHz wird über ein RC-Glied erzeugt(?). Dies sind C9 und R1 in obigem Foto. C9 hat im Original (von mir gemessene) 56pF. Dieser Kondensator kann durch einen mit 22pF ausgetauscht werden.
Austausch erfordert SMD Lötkenntnisse. Außerdem ist es nicht sicher, dass der Taschenrechner danach noch funktioniert. Dies sollten also nur Leute machen, die wissen was sie tun.

Nach Austausch des Kondensator lief ein ziemlich komplexes Testprogramm (in C geschrieben, reine Rechnung ohne irgendwelche Ausgaben) in 9,3 Sekunden ab. Vorher brauchte es 15,7 Sekunden. Dies ist eine Verbesserung um rund 70%.


Die andere Seite der Platine: Pads für die Tasten, das Display.

TIGCC mit Eclipse

Der Gnu GCC kann entweder von http://tigcc.ticalc.org/ oder auch von hier  heruntergeladen werden. Dort gibt es sowohl Sourcen als auch fertige Binaries. Entpacken und installieren mittels des Install-Skripts ergibt eine nutzbare Installation.

Mittels TILP (http://lpg.ticalc.org/prj_tilp/) können Daten und Programme zwichen einem PC und dem TI Rechner übertragen werden. TILP gibt es auch für Linux. Man benötigt hardwaremässig ein Datenkabel, bei mir lag ein USB-Datenkabel bei.

Am besten man übersetzt nun ein HelloWorld mit dem tigcc und überträgt es auf den TI Voyage. Es sollte dort sofort laufen.

Den TI Voyage kann man -bis auf einige Makros die notwendig sind- in klassischem C programmieren. Allerdings sieht das Ergebnis besser aus, wenn man die auf dem Voyage vorhandene Firmware nutzt. Dann kann man z.B. den Font einstellen, Dialogfunktionen aufrufen etc.

Den TIGCC kann man als Cross-Compiler in Eclipse einbinden und dann dort entwickeln. Möglicherweise gibt es auch eine TILP-Einbindung, das ist mir allerdings unbekannt.

Weiterführende informationen