DIY Widerstands Dekade 1 Ohm – 1 Megaohm

Im folgenden ist der Bau einer sechsstelligen Widerstandsdekade beschrieben. Alle benötigten Dateien (Schaltplan, Boarddesign, Skalendesign) sind am Ende des Textes verlinkt.

Designziel

Es können in 1 Ohm Abständen alle Widerstandswerte von 1 Ohm bis 1.000.000 Ohm eingestellt werden. Genauigkeit soll möglichst gut sein, nicht schlechter als 1%.

Umsetzung

Widerstände 0,1% sind noch relativ gut erhältlich. Ich fand bei Reichelt alle Widerstände >=10 Ohm mit 0,1% und nur die Widerstände von 1-9 Ohm mit 1%.

Die Dekade bietet sechs Drehregler um die Werte für Einerstelle, Zehnerstelle etc. bis 100 Kiloohm-Stelle einzustellen. Da die Drehregler 11 Stellungen haben, wurde folgende Stufung gewählt:

0,1,2,3,4,5,6,7,8,9,10

d.h. man kann den nächsthöheren Wert der aktuellen Stelle („10“) noch in derselben Stelle einstellen. Damit ist der Wertebereich sogar größer als im Designziel vorgegeben, man kann Werte bis 1.111.110 Megaohm einstellen.

Platinendesign

Da meine Free-Version von Eagle nur kleinere Platinen designen kann, habe ich die 6 Stellen auf 2×3 Stellen aufgeteilt. Beide Platinen sind identisch und werden direkt nebeneinander montiert.

Die meisten Werte bekommt man als fertigen Einzelwiderstand. Andere Werte wie 60 Ohm oder auch 80 Ohm müssen je nach Werteverfügbarkeit aus 2-4 anderen Widerständen zusammengesetzt werden. Dies ist eine schöne Hausaufgabe für den geneigten Leser 🙂 Ich habe die Platine so entworfen, dass man einen (liegend) oder zwei (stehend) Widerstände einbauen kann. Wenn man zwei Widerstände direkt aneinander lötet, kann man so auch 3 oder 4 Widerstände sauber unterbringen. Dies kann man am vorletzten Bild ganz unten auf der Seite gut sehen.


Platinen teilbestückt

 

 

Gehäuse

Ein fertiges Gehäuse in diesem Format habe ich nicht gefunden. Es muss ziemlich lang sein, braucht aber nur geringe Breite und Tiefe.

Ein Alfer-Aluprofil (ALFER, 65x35mm, 2,5mm Dicke) ist „beliebig“ lang und ziemlich schmal. Platinen wurden so entworfen, dass sie genau in das Profil hinein passen.

Die Rückwand soll später als Kunststoffteil (eigentlich 2 Teile) mit einem 3D-Drucker gedruckt werden.


Erster Test mit Gehäuse

 


Rückseite. Die Rückseite soll mit 3D gedrucktem Kunststoff hergestellt werden.

 

 

 

 


Mit Seitenschneider gekürzte Potiregler. Man kann hier auch sehen, wie bis zu 4 Widerstände verwendet wurden, um einem Wert zu realisieren.

Das Anfertigen der Frontplatte ist kein Problem, für Inkscape gibt es einen Skalengenerator,  mit dem man viele Typen von Skalen anfertigen kann, auch runde.

Passende Skalenknöpfe gibt es z.B. bei Reichelt.


Fertig aufgebaut mit Frontplattenbeschriftung

Dateien

Weiterführende Infos

 

Schreibe einen Kommentar